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Feinde. Denn derjenige ist mein größter Feind, denich am mehrsten zu fürchten, und vor dem ich mich ammehrsten zu hüten habe.
Da also *) keiner vor dem andern sicher ist, sondernein jeder von allen übrigen das Aergste zu befürchtenhat, so treten Angst und Noth auf die Seite der Ver-nunft, um die Menschen zu nöthigen, gemeinschaft-liche Sache zu machen, und alle einen Willen anzu-nehmen.
Die Absicht ihrer Vereinigung ist Friede und Si-cherheit.
Ware die menschliche Natur **) so beschaffen, daßdie Menschen, was ihnen am mehrsten nützt, auch ammehrsten begehrten, so bedürfte es keiner künstlichenAnstalt, um Eintracht und Rechtschaffenheit zu erhal-ten. Da es aber mit unserer Natur offenbar ganz an-ders beschaffen ist, so muß das Regiment nothwendigso eingerichtet werden, daß alle, sowohl die regieren,als die regiert werden, sie mögen wollen oder nicht, so
sie mögen der Vernunft oder dem Affect unterworfen seyn, nichtverleitet werden können, treulos zu handeln, oder ihre Pflicht zuverletzen.
Der Sicherheit des Staats liegt wenig daran, wodurch dieMenschen angetrieben werden, genau ihre Pflichten zu erfüllen,wenn sie nur genau erfüllt werden; denn die Freiheit, oder derAdel der Seele ist eine Lugend des einzelnen Menschen; die Lu-gend eines Staats aber ist die Sicherheit.
" *) L. äs 8. Ogera postli. psg. 2 gi.
Ibiä.