481
Men bei Deinem Thiermenschen der ursprünglichenWelt vergleicht, so sieht man leicht die große Kraftdieses Vermögens bei dem Menschen, und also die un-geheure Ungleichheit zwischen dem Reichthum des Ge-fühls des Bessern in ihm, und dem Reichthum ebendieses Gefühls im Thiere- Was die Ursache diesesMißverhältnisses betrifft, so würden wir solche in einerUntersuchung des natürlichen Ganges dieses Grundtrie-bes der Vervollkommnung leicht finden. Aber, Alexis,laß uns dieses Geschäft bis auf einen andern Tag aus-setzen. Ich will dem Demophoon und Dir selbst dasnicht zu Leide thun, daß ich Dich von seinem Festeabhalte.
Alexis.
Wie ungerecht! Du fachst die Liebe zur Philosophiein mir an, und willst mich nun von ihr weg zu einemFeste schicken. Beim Sokrates, fahre fort und beweisemir, was Du versprochen hast. DeMophoon wird esmir Dank wissen, daß ich Dich seinem Feste vorgezogenhabe, und ich bin gewiß, er thäte eben das an meinerStelle.
Diokles.
Ich glaube es Dir gern, weil ich Demophoon seitlanger Zeit genug kenne. — Wir wollen also fortfahren,mein lieber Alexis, bis wir fertig sind.
Welches ist das erste Gefühl des Thiers, wenn esgeboren ist, Alexis? Worin besteht die Modifikation,die ihm zuerst sein Daseyn zu erkennen giebt?
VI. H h !