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Phädon von Elea uns in seinem Gespräche Simon auf-behalten hat?*)
Alexis.
Ob ich mich ihrer erinnere! Ich glaube, daß sie mireben so wenig jemals aus dem Gedächtniß kommen wer-den, als sie dem Sokrates, welcher sie anführt, ausdem Gedächtniß gekommen sind.
Diokles.
Ich sehe, Du erinnerst Dich ihrer, und dieses istmir lieb. Laß uns nun bemerken, daß, wenn dieseszwiefache Gefühl von einem Bedürfniß und seinem Ge-genstände irgend eine bestimmte Wirkung hervorbrin-gen soll, diese Gefühle selbst bestimmt seyn müssen.Wenn wir den Zustand des Thiers oder des Menschenin jenen ersten Augenblicken seines Daseyns betrachten,so finden wir: 1) daß der ganze Reichthum seiner Ein-bildungskraft allein in diesen zwei Gefühlen besteht.L) Daß seine Moralität nichts ist. 3) Daß der Ver-stand einzig diese zwei Empfindungen oder Ideen zuGegenständen seiner Thätigkeit hat. 4) Daß sein Ver-mögen, wollen zu können, ohne Wahl ist; denn hättees eine Wahl, so wäre diese zwischen dem Gefühl desBedürfnisses und dem Gefühl eines Gegenstandes, deres befriedigt. Diese zwei Gefühle fließen aber zusam-men in dem Gefühle des Verlangens; die Bestimmungder Willenskraft zum Wollen ist folglich rein und ein-
*) S. Vermischte philosophische Schriften des H. HemsterhuiS.H. Theil. S. 306 - 339.