497
Alexis.
Diokles, ick sage das nicht, als glaubte ich nicht andie Götter; aber ich will Dir das Ende des Fadens mitgeringern Kosten wieder schaffen.
Diokles.
Nun, das wollen wir sehen.
A l e x i ö.
Du hast gesagt, daß im Menschen wie im Thiereein Instinkt wohne, den ich einen Grundtrieb der Ver-vollkommnung genannt habe, welcher nothwendigcrWeise aus dem Gefühl eines Bedürfnisses, und ausdem Gefühl eines Gegenstandes, der dieses Bedürfnißbefriedigen könnte, zusammengesetzt ist; und daß diesesZusammengesetzte, dieses Principium, da es sich in demKopfe oder in der Seele des Thiers, oder des Men-schen, unmittelbar nach der Geburt, allein befindet,das Vermögen zu wollen nothwendig zu einem thäti-gen Willen bestimmt, welches diesen Menschen oder die-ses Thier hintreibt zum Genuß; das Ist, zu einem Zu-stande, der glücklicher ist als der gegenwärtige; zu einemseiner Natur gemäßen Bessern. Ist das nicht das Endedes Fadens, den wir verloren hatten?
Diokles.
In Wahrheit, mein Freund, Du bringst mich wie-der auf den Weg. Wenn wir nun die ersten Augen-blicke des Daseyns des Menschen und des Thiers be-trachten, so finden wir, daß das Gefühl des Bedürf-nisses bei dem einen wie bei dem andern gleich bestimmtist; und der Gegenstand der Befriedigung ist bloß phy-
VI I i