Band 
Sechster und letzter Band.
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selbst; und da er sich für glücklicher hielt als jeden an-dern, so war das Ziel seiner Wünsche, jeden andern,in dem er sich wieder erkannte, so glücklich zu machen,als er sich selbst fühlte. Auch mußte damals die Spra-che durchaus vollkommen seyn, weil sie keine anderenWorte oder Zeichen hatte, als solche, welche die Or-gane, von starken innerlichen Empfindungen gedrun-gen , durch Laut und Geberde von sich gaben.

Wenn wir die unendlichen Schwierigkeiten in Be-trachtung ziehen, die wir nicht selten bei einer Mengezarter und erhabener Gefühle antreffen, um sie Andernmitzutheilen, da wir selbst doch ein inniges Bewußtseyndavon haben, so laßt sich leicht begreifen, wie vollkommendamals die Menschen ihre gleichstimmigcn Empfindungenund Begriffe sich verständlich machen und wechseln konn-ten; wieklar und kräftig dieAusdrücke eines beglückendenZustandes, eines Genusses, der Liebe, eines Lobgcsangcsder Gottheit seyn mußten; wie einleuchtend die Wissen-schaften, welche durch Zeichen vorgetragen wurden, die mitden Gegenständen dieser Wissenschaften vollkommen über-einstimmten, und allen bildlichen Ausdruck ungereimtmachten, so wie alle jene erborgten Worte, durch dieman Ideen einiger Maßen darzustellen sucht, welche un-sere schwachen Organe nicht mehr stark genug rühren,um treffende Wirkungen darin hervorzubringen. Mansagt, ein einziger Seufzer, ein Wort, eine Geberde,die jetzt nur ein unvollkommenes, unbestimmtes oderzweideutiges Zeichen unserer innigsten Empfindungensind, sey in jenen Zeiten ein lebendiges, reines und