SOS
Da er fast gerade gegen die Erde vorrückte, schien erwie unbeweglich an demselben Orre des Himmels: seineflammende Gestalt nahm immer zu, und so kam er vonTage zu Tage, von Stunde zu Stunde, immer naher.Es wahrte nicht lange, so bemerkte man in den Gewäs-sern eine unordentliche Bewegung; schwellend traten sieaus den Ufern; ihre Oberfläche war gefurcht, mitSchaum. Es ließ sich innerlich in den Körper» allerThiere eine ganz wunderbare Veränderung spüren, dievon einer unbekannten Unordnung in ihren Säften her-rührte. Ungewöhnliche Flecken verunstalteten den rei-nen blauen Himmel, den bis dahin nichts getrübthatte; die ersten Wolken bildeten sich. Was man nochvon Sternen sah, schien seine Stelle verändert zu ha-ben; denn die Achse der Erde war schon nicht mehrsenkrecht, und ihre schwersten Theile neigten sich, durcheine anziehende Kraft, unmcrklich nach dieser neuenMasse hin. Die Erde, die niemals anders als mit demMorgenthau war befeuchtet worden, wurde durch Ge-wässer überschwemmt, die oben vom Himmel heruntersielen. Da die einfache und gleichförmige Bewegungder Erde, welche bisher die verschiedenen Materien inihrem Schooßc verhindert hatte, sich zu vermischen, inStreit zu gerathen und zusammen zu gähren, aufgeho-ben und verändert war, so fand sich nun alles, Salpe-ter, Schwefel, Feuer, untereinander gemischt. Esstiegen schwarze Dünste empor. Lodernde Blitze durch-kreuzten zum erstenmal das dunkle und weite Gewölbedes Himmels. Das fürchterliche Getöse des Donners