Band 
Sechster und letzter Band.
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ließ sich höre». Nicht lange, so zerplatzte an hundertStellen die dicke Rinde der Erde, um der Unordnung,die sie inwendig von allen Seiten ängstigte, Luft zumachen. Alle Elemente waren in Verwirrung, und ihrerohe Vereinigung brachte Materien von vermischter,ausgearteter und zweideutiger Natur hervor. Die Lust,die sich von entgegengesetzten Seiten her gedrückt fühlte,bewegte sich und suchte brüllend Ausgange nach verschie-denen Richtungen. Ein jeder Hauch streckte die dickstenWälder darnieder. Millionen Menschen und Thierekamen in dieser fürchterlichen Katastrophe um. Die-jenigen unter ihnen, die durch ein glückliches oder un-glückliches Ohngesähr, auf dem Gewässer, das dieseganze Scene der Verzweiflung schon bedeckte, sich anBaumstämmen angehängt hatten, befanden sich in einerschrecklichen Ruhe. Sie sahen nichts als ein wüthendesMeer, einen fremden und unreinen Himmel, und dasgebrochene blaügelbe Licht jenes scheußlichen Körpers,die traurige Ursache alles ihres Unglücks. Der Mensch,welcher kurz vorher in jedem Stern, in jeder Blume,in jedem Bruder, unter jedem Morgenroth einen gnä-digen Gott angebetet hatte, von dem ihm die Sonnedas vollkommenste Bild dünkte, glaubte in diesem neuenSterne das Bild eines siegenden Gottes zu sehen, dermächtiger war als der seinigc; eines übelgesinnten Got-tes der Zerstörung und der Finsterniß. Und das ist dieerste Quelle der ungereimten Idee von einem guten undbösen Urwesen. DaS Geschrei der Menschen und Thierewar eine neue Sprache, die man wegen der wechselseitigen