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einem Schatten vergleichst, und Du allezeit auf solche^Art schließest»' was wird denn aus der Geschichte, undDeinem Glauben an sie werden?
,W'. Alexis.
Bin ich gewiß, daß die Geschichte ein Schattenist, so schließe ich dreist auf die Wahrheit der Begeben-heiten , die sie darstellt: habe ich aber Ursache, sie fürerkünstelt zu halten, wie kann ich anders verfahren-als ich thue? Gesetzt, daß ein geschickter Maler da voruns auf der Wand dieser Halle, wo die Sonne hin-scheint, den Schatten der Minerva oder der Diotimemalte, so würdest Du sehr geneigt seyn, daraus zuschließen, daß die Göttin oder ihre Freundin sich irgend-wo hinter uns befanden. Wenn aber der Maler dortden Schatten eines Centaurs malte, den Du nie ge-sehen hast, so würdest Du nicht mit eben demselben Ver-trauen schließen, daß der Centaur sich dort befände.Du wirst weit leichter an die Geschichte des pelvponne-sischen Krieges glauben, welche Thucydides erzählt, alsan die Geschichte der Titanen und Götter. Thucydidesgiebt Dir einen wahren Schatten von einer Sache, dieer sieht und ins Licht stellt; Hesiod malt Schatten vonDingen, die nur in seiner Einbildungskraft vorhandensind, und die mir sehr ungereimt vorkommen. Und wasden Hypsikles angeht, weiß ich nicht, ob er mir wahreSchatten giebt; oder ob er mir Schatten von Dingenvormalt, die nur sehr wahrscheinlich lassen. Dein Hypsi-kles also, mein Lieber, könnte wohl nichts mehrseyn, als ein Dichter, der ein wenig vernünftiger ist