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man will, gedacht werden, oder so weit aussehend aufentfernte Vollkommenheiten, die es zu erreichen fähigwäre, müßte von seinem Zustande und von feinen Be-ziehungen eine richtigere und mehr bestimmte Erkennt-m'ß'haben. Ich gestehe Dir, die Erzählung des Hyp-sikles hat nicht allein für mich nichts anstößiges mehr,sondern sie kommt mir auch höchst wahrscheinlich vor.
Ist es wahr, wie Du sagst, und ich es erkenne, daßdie Philosophie der Poesie viel zu verdanken hat, so istes auch nicht weniger wahr, mein lieber Divkles, daßsie unter Deiner Anführung nicht undankbar ist. Ichverspreche Dir, und das aus einer besondern Ursache,daß dieser Enthusiasmus, diese sonderbare Annäherungvon Ideen, diese fruchtbare Quelle der wahren Poesie,von nun an Der angelegentlichste Gegenstand meinesStudiums und meiner Nachforschung seyn soll, unter-dessen aber bitte ich Dich, ehe wir auseinander gehen,mich zu belehren, ob das goldne Weltalter, welcheseigentlich der Inhalt unserer Unterredung war, ein Ge-genstand sey, der vor die Philosophie gehört; oder obwir alle Kenntniß desselben allein der Geschichte undder Poesie zu verdanken haben?
Diokles.
Mein lieber Alexis, alles ist ein Gegenstand derPhilosophie. Was Du aber sagen willst, scheint mirauf die Frage hinauszulaufen: ob sich, ohne Rücksichtauf Ueberlieferungen und göttliche Eingebungen, Be-weise für ein goldnes Weltalter, oder eine reichere underhabenere Existenz, als die wir genießen, finden wür-