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Chſſ. KL.. Von der Hauß⸗Apotheck. u9
XXXI. Mutter⸗Zaͤpfflein.1. Zu Befoͤrderung der Weiblichen Zeit.Man nimmt Myrrhen/ und 8
Haſſelwurtz /iedes 4. Loth.Kleinzerſtoſſen/ mit Honig vermiſcht/ zu einem Taiglein gemacht/ und dar-aus Zaͤpfflein formieret/ hernach mit einen reinen Tuͤchlein uͤberzogen/ mitMajoran⸗oder Violen⸗DOeluͤberſtrichen/ und gebraucht.
2. Für uͤberfluͤſſige rothe Monatliche Zelt.
Man nimmt Granaten⸗Bluͤhe.
rothe Roſen/ jedes 1. Quint.
Weyrauch 1³. Quint.
gebrannt Hirſchhorn/ 2. Quint.
qußgedruckten Schlehen⸗Safft /;. Quint. tAlles klein zerſtoſſen/ mit Roſen⸗Waſſer. darinn zuvor ein wenigAlaun zergangen/ macht darauß mit rothem Zendel ein Zaͤpfflein/ invechter Dick und Laͤnge/ behaͤlts uͤber Nacht bey ſich.
3. Fuͤr den weiſſen Fluß.
Man nimmt bitter heilig Latwerg/ und 2 83Pulper Specics Benedict. Laxativæ, jedeg 1. Loth.gepuͤlverten Lerchenſchwamm/. Loth.
Bingelkraut⸗Safft/ ein wenig. 2 8Stoͤſt alles in einem Moͤrſel zu einem dicken Taiglein/ macht darauß Zaͤpff-lein uͤberziehet es mit rothem Taffet/ und gebrauchts mit einem daran ge-knuͤpfften Faden uͤber Nacht.
4. Ein Mutter⸗Zaͤpfflein/ zu Befoͤrderung derEmpfaͤngnuß.Man nimmt Biſam /6,. Gran—
Ambrr der beſten/ 1c. Gran.
geſtoſſene Cubeben/ ein drittheil. Ouint.Dieſes alles in ein ſauber gebiſamte Baumwolle gewickelt/ in der Groͤſſeeiner Baumnuß/ bindet es in ein rein leinen Tuͤchlein/ beſtreichts auſſen
mit Zibet/ und netzts mit warmen Malvaſier/ nimmts des Tags zuſich/ und
des Nachts gußgethan.j. Zur