1202 ClaſfXLlI. Von der Hauß Apotheck.————ℳy—————’’Za———legts warm uͤber/ ſchmierts ein wenig mit Camillen⸗Oel/ oder Geiß-
Butter. 88. Fuͤrs Miltzwehe.Man nimmt Rauten. Brunnenkreß.Stabwurtz. Weidenblaͤtter/ iedes 1. Handvoll.
dacht ein leinen Saͤcklein/ thut die Kraͤuter darein/ ſiedets in Wein/ zwingtsaus/ legts warm auff die lincke Seite unter die kurtze Rippen.Nota. Man ſolle zuvor den Ort mit Capern⸗el/ mit ein wenig Eſſigvermiſcht/ ſchmieren.Wachholder⸗Oel mit Eſſig auch gut hierzu.
9. Fuͤr die Gelbſucht.Man nimmt Roͤmiſche Camillen⸗Blumen.Wieſen⸗Kuͤmmel.Wachholderbeer/ iedes 1. Handvoll.In ein Leinen Saͤcklein geſtopfft/ in Wein geſotten/ ausgedruckt/ warmouͤber den Magen gelegt. 8Nota. Den warmen Urin uͤber ein Brenn⸗Neſſelſtock geſchuͤtt.
10. Ein Saͤcklein fuͤr Zahnſchmertzen.Man thut Habernin ein Leinen Saͤcklein/ ſiedets ingutem Wein/ zwingtsaus/ legets warm uͤber den Backen.. 1172Nota. Man mag auch den Habern nur trocken in einer Pfanne öͤſten/und warm uͤberlegen.
XXXIII. Don Kraͤuter⸗Baͤdern.1. Eine Lauge/ zu Staͤrckung der Gedaͤchtnus.
Man nimint Schluͤſſelblumen/ und
gelbe Violen/ jedes 1. Loth.
Senetblaͤtter /2. Loth.
groſſe Blattenwurtzel/ 4. Loth. 1Alles geſotten zu einer Lauge von Reb⸗Aſchen gemacht/ und alle 4. Wocheneinmal damit das· Haupt gezwagt.
2. Eine Haupt⸗Lauge/ ſo das feuchte Hirn ſiaͤrcket.
Man nimmt Majoran
beh aeag 68 1
Koßmarin/ iedes X˖Handvoll.