2236 Chaff. XLI. Von der Hauß⸗ Apotheck.
10. Ein guter Rauch.
Man nimmt Citronen⸗ und Pomerantzen⸗Schalen/ ſchneidet das
Weiſſe darvon/ beſtreuet die Schalen mit ein wenig Zibet/ 22 auf glů-hende Kohlen.
XLW. Wolriechende Sachen.1. Ein wolriechender Knopff in der Peſt.
Man nimmt Mußcat⸗Nuß/ und
Spicanardi/ jedes x. Quint.
MNaͤgelein/ 1. Quint.
Campher/ ein wenig.
Storax Calamit.
Ladani, jedes. Loth.Stoͤſt alles zu einem Pulver/ und miſchts durch einander/ hernach mit Ro-ſen Waſſer/ in welchem Tragant zerlaſſen/ macht daraus 1 oder 2. Kuͤge-lein/ wann fie trocken worden/ ſo beſtreicht man fie mit ein wenig Citronen-Oel/ F in rothen Zendel gebunden/ und in einem durchloͤchertenKnopff/ ſo von Wacholder⸗Holtz gedrehet/ gethan. Wann man ausge-het/ ſtaͤtig daran gerochen.
2. Fuͤr Ohnmachten der Weiber in Kinds⸗Noͤthen.
Man nimmt geraſpelt Paradiß⸗Holtz/ und
Mußcat⸗Bluͤhe/ jedes ein wenig. 1Binds in ein Tuͤchlein/ netzts in Lavendel⸗Waſſer/ und haͤlts der Frau fuͤr
die Naſe.3. Wolriechende Rauch⸗Zeltlein.
Man nimmt Gummi Benꝛoni, 6. Loth/ thut dieſelbige in einen Roſen-knopff/ darvon unten das Weiſſe hinweg geſchnitten/ eine gantze Nachtlang/ zerſtoͤſts hernach in einem ſteinernen Moͤrſer.
Nimmt hernach den Benzoni, mit ſamt den Roſen/ ſtoͤſſets zu einemTaig/ nimmts heraus/ thut darzu ein viertel Untz Biſam fein geſtoſſen/und ſo viel Zibet/ ruͤhrts mit ein wenig Zuckerauf/ macht daraus kleineZeltlein/ trocknets/ zwiſehen Roſenblaͤttern/ jedes beſonder.
4. Rauch⸗Kuͤchlein auf eine andere Art.Man nimmt Bevꝛoni, oderAſa Dulcis.
Cala-