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Erster Band. Alte Welt.
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ihnen einen Tribut von 560 Talenten auf. Minder glücklich be-kriegte er zwar die europäischen Scythen zwischen dem Donund der Donau — ihr Land stritt für sie; — aber auf demsel-ben Zug unterwarf er sich Thrazien und Macedonien. Jetztherrschte er gewaltig in drei Welttheilen, das Perserreich standuns seiner höchsten Höhe. Ein wenig mächtiges Volk,' klein anZahl, aber stark durch Geist und Muth, stürzte es, und Darmsselbst begann den Krieg, der die Grundfesten seines Thrones er-schüttern sollte.

Schon Cyrus hatte die griechischen Kolonien in Klein-asien theils als Zubehörde des Lybischen Reichs, theils alseigene Eroberung an sich gebracht. Aber diese blühenden Städteverloren das Andenken ihres Ursprungs und den Freiheitsdrangder Griechen nicht. Von Miletus, dem Haupte Joniens,brach, als des Darms Unternehmen gegen die Scythen geschei-tert war, auf Histiäus Anstiften eine weit um sich greifendeEmpörung aus, welche nach anfangs glücklichem Erfolge — dieEmpörer hatten sogar Sardes, den Sitz des Satrapen, ver-brannt — mit der Besiegung aller Städte und der Zerstörungvon Miletus endete. Die Unterstützung, welche Athen — er-bittert über den Schutz, den der vertriebene Hippias bei deinSatrapen Artaphernes gefunden — und das kleine Eretriauns Eubva den Joniern geleistet, gab Darms einen Willkomm«»'"n Anlaß zum Angriff auf Griechenland. Die Unfälle, wel-che in diesen; Krieg die persischen Heere trafen, erzählen wir inber Geschichte der Griechen. Besiegt durch die Waffen, überwandjedoch Darius seine Feinde durch Großmuth. Die edle Behand»^»g der gefangenen Eretrier, welche er wohl als Sühnvpferseine Herolde und für Sardes hätte schlachten mögen, ver-*üth eine Herzensgüte, die an einem Despoten und Krieger Be-wunderung verdient, und deren kein Grieche damals wäre sä-gewesen. Darius hoffte, durch erneuten Krieg eine rühmli-Rache zu nehmen, und starb während der langwierigen

Vorbereitung.

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