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Erster Band. Alte Welt.
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wörtlich, welche die spätere Geschichte Athens entstellen. Aber soIcnige Er das Ruder hielt, waren dergleichen Folgen nicht sicht-bar. Auch hat Perikles seine Macht niemals weder zu Privat-börsen mißbraucht, noch durch unwürdige Mittel behauptet. SeineZwecke und Maßregeln waren groß, weise für das Wohl undben Ruhm Athens berechnet, und, ungeachtet der parteiischenVorliebe für dieses, dennoch auch — abgerechnet einzelne Unge-rechtigkeiten und Härten — für ganz Griechenland durch Erhö-hung der Macht und Kultur, und die unter ihm, so schön alSnie zuvor und nachher selten, erblühte Kunst und Wissenschaftwohlthätig. Bei dem Gemälde dieses großen Mannes dürfenwir nicht vergessen, daß er den Frieden liebte. Gleichwohl be-saß er ein ausgezeichnetes Feldherrntalent, wie seine glücklichenZüge gegen Euböa, den Thrazischen Ehersones und Sa-wos, seine Siege über die Böotier und Spartaner, undmehrere Erfindungen im Kriegswesen zeigen; aber sein Herz wargefühlvoll, und daher, wenn er kriegen mußte, auch seine Tak-tik schonend für Menschenblut.

Es war ein Unglück — aber ein unvermeidliches bei der Ri-valität des ehrgeizigen Strebens, und der Verschiedenheit der po-litischen Ansichten — daß Cimon und Perikles Feinde waren.Jener war Aristokrat und Freund der Spartaner; dieser in bei-den Stücken ihm durchaus entgegen. Cimon, der Macht derVolkspartei unterliegend, wurde durch den Lstracismus verbannt.Aber schon im fünften Jahr der Verbannung wurde er zurückge-rufen. Er kain, stiftete Versöhnung unter den Griechen, führteihre vereinte Macht gegen den Persischen Großkönig, und starb,als er den Sieg erfochten, der Artaperxes zum Frieden nöthigte.

Nach Cimons Tod stellte sich sein Schwager, der ältere Thu-cydides, als Verfechter der Aristokraten, Perikles entgegen. AuchEr erlag in dem ungleichen Kampf, und wurde verbannt.

Der peloponnesische Krieg.

Kaum hatten die Schaaren des Xerxes Griechenland verlas-sen, als unter den Bewohnern desselben die einheimische Zwie-