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tracht, welche die allgemeine Gefahr auf eine Zeit unterdrückthatte, von neuem und heftiger erwachte.
So erhöh sich eine fast unabgebrochene Reihe innerer Kriegein dem Vaterland der Solone, MiltiadeS, Leouidas undAristides. Das Herzblut der Griechen, das Mark ihrer Kräfte'wurde in einheimischen Fehden vergeudet, und nach Cimon sindfast alle Griechischen Helden nicht im auswärtigen Kampf, son-dern im Kampf gegen Grieche» groß geworden.
Don diesen Kriegen im Einzelnen zu reden, wäre unnütz.Wir wenden uns dem großen und allgemeinen Sturme zu, inwelchen sie endlich übergingen, und welcher die schonen Tage Grie-chenlands schloß. Es ist dieses der Peloponnesische Krieg.
Sparta konnte Athen es nicht verzeihen, daß selbes ihmdie Hegemonie entwunden; und Athen kannte keine Grenze seinerHerrschsucht mehr. Hierüber entstand eigentlich der Krieg. Derunmittelbare Anlaß kaun uns gleichgültig seyn. Die Spartanerliehen allen Beschwerden der kleinern Staaten ein geneigtes Ohr,wollten die Befreier von Griechenland seyn, da sie dessen Her-ren nicht seyn sollten, forderten Rechenschaft von Athen über an-geblich verübtes Unrecht, und erklärten den Krieg, als ihr Urtheilverworfen ward (5555).
Fast alle griechischen Staaten ergriffen Partei, die meistenfür Sparta. Der ganze Peloponnes war auf dessen Seite —Argos und einen Theil Achaja's ausgenommen; — im festenGriechenland aber hielten's die Megarenser, Locrer, Pho-zier, die meisten Böotier, und ein Theil der Akarnaniermit ihm. Sechzig Tausend Peloponnesier überschwemmten schonim ersten Feldzug das Attische Gebiet. Dagegen waren Platäa,dann Chios, Lesbos, Corcyra, Zazynthus mit Athenverbündet. Viele andere Inseln, wie Euböa, Samos, fast alleCykladen und Sporaden gehorchten demselben, und dasgroße Gebiet von Attika selbst, nebst den vielen eigenen Kolo-nien und tributairen Provinzen weit hin in Jonien, am Hel-lespont, in Thrazien und Macedonien boten ihm reicheHilfsquellen dar.
Die ersten Kriegsjahre wurden auf eine ziemlich gleichförmigeWeise mit Verwüstung Attika's durch die Peloponnesier