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Erster Band. Alte Welt.
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^rn Ruhms der Griechen und die Grundlegung ihres Verder-bens dar.

Denn nickt mehr war es jenes alte Sparta, welckes man-ches Böse durck eben so viel Gutes ausglick, und uns mit seinerRobheit und seinem soldatischen Trotz durch die ehrwürdigen Tu-genden der Selbstdeherrsckung, der Mäßigkeit, der reinen Frei-öeits- „nd Vaterlandsliebe versöhnte. Es hatte nun, bereickertdurch vielsacke Kriegsbeute, durch Erpressungen und Tribute, zuden Lastern der Robheit auch jene der Korruption angenommen,ja dieselben gesteigert; die, lange Zeit durch Lykurgs Gesetze ge-waltsam unterdrückten Leidenschaften hatten sich endlich Luft ge-macht, und übten jetzt, wie ein wilder Strom, welcher den ein-zwängenden Damm durchbrochen, eine schrankenlose Wuth.

Hierzu kam, daß auch der Geist der Verfassung — ungeach-tet das Gerüste blieb — sich geändert hatte. Die Ephoren wa-ren übermüthig und wahre Oligarchen geworden. Die Könige, sowie das Volk und die Bundesgenossen, zitterten vor ihnen. Diebeschränkte Dauer ihres (einjährigen) Amtes trieb sie zu destoemsigerem Raube an. Sie waren unersättlich: alles, selbst dasLeben der Bürger, verkauften sie (indem sie Geld statt Truppenvon den Bundesgenossen nahmen, und dafür die eigenen Bürger,doch „in geringern Sold, anwarben), und ihr Beispiel autorisirteeine allgemeine, schamlose Bestechlichkeit, und selbst gewaltsameErpressung.

Vom Spartanischen Charakter schien nichts zurückgeblieben zusivn, als die gefühllose Härte. Die angeblichen Befreier Grie-chenlands wurden dessen Tyrannen. Widersetzlichkeit gegen ihrenBefehl, oder auch nur geäußerte Abneigung, galt für todeswür-diges Verbrechen. Acht hundert Milesier ließ Lysander schlachten,*veil sie sein Mißfallen auf sich gezogen, und die von Sparta er-dichteten Decemvirate in den meisten Städten waren Schrek-kensregierungen, wie jene der dreißig in Athen.

Man weiß nicht, ob die Griechen in diesem Zeitpunkt mehrMitleid oder mehr Verachtung verdienen. Denn allenthalbenfanden die Spartaner eben so bereite Gehilfen, als geduldigeSchlachtopfer ihrer Tyrannei. Dem bluttriefenden Lysander, wel-