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Krieg gegen Athen. An Archelans Hof (357t) wurden Euri-pides Tragödien gespielt. Das Land erhob sich ans der Barbarei,Städte wurden gebaut, Heerstraßen angelegt, der Ackerbau blübtc.Aber später wütheten langwierige, innerliche Kriege, besondersunter den Söhnen des Amyntasll. (3614). Jllyrier, Thra-cier, Athenienser, Thebaner mischten sich in dieselben; Pe-lopidas führte den jüngsten Prinzen, Philipp, als Geisel nachTheben. Dieser, als die beiden älteren Brüder gestorben, undneue Kronprätendenten aufgestanden waren, entwiscbte von The-ben, und wurde von den Macedoniern anfangs zum Vormundseines jungen Neffen Amyntas IH., bald darauf aber — weildas Bedrängniß der Zeiten einen kraftvollen Herrscher erheischte— zum König erklärt (3625).
Philipp II-
Als Philippus den Thron bestieg, war Macedonie» in deräußersten Zerrüttung, von innerer Zwietracht zerfleischt, und baldder Spott und die Beute der Nachbar». Zwanzig Jahre späterstand es da in lebendig aufstrebender Stärke, voll jugendlichenMuthes und Gedeihens. Weithin war seine Herrschaft ausgebrei-tet über die barbarischen Nationen, vom adria tischen bis zumschwarzen Meer und über des Hämus waldige Höhen bis zuden Fluten des Jster. Der Persische Großköuig, welcher ehe-dessen Macedonien zu den geringsten seiner tributbaren Ländergezählt, betrachtete bereits dessen schwellende Größe mit ahnenderBesorgniß.
Die Thracischen, Jllyrischen, Dardanischen Stämme,die Philipp allererst besiegte, dienten dem König durch ihre krie-gerische Jugend zu weiterer Eroberung. Eine kostbare Erwerbungwar das Land zwischen dem Strymon und Nestus, bestenBergwerke — im Pangäus — ihm jährlich tausend Talente er-trugen. — Aber alles das, und auch die Eroberung der Küsten-städte Amphtpolis, Pydna, Potidäa und des mächtigenOlynth, war nur Vorbereitung zur Erfüllung des HauptplaneS— der Unterwerfung von Griechenland.
DaS Griechenvolk war freilich tief gesunken. Seine Söhne