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Völker der Erde zur Theilnahme an demselben berufen werden.Die möglichst weite Ausbreitung des Handels und zuverlässigernoch die Waffengewalt und Eroberung sollten die großeIdee verwirklichen, und Alexander» zugleich zum Weltherr-scher machen.
In diesem Sinne soll Alexander sich vorgenommen haben,nach vorläufiger Eroberung Arabiens welches allernächst zurRundung seiner Staaten gehörte, mit einer mächtigen Flotte vondem rothen Meer aus ganz Afrika zu umschiffen, auf jenenWegen, welche einstens Phönizische Piloten unter Necho'sAnspielen befahren, alle Nationen dieses Welttheils zu bezwingen,dann aber durch die Gadetanische Straße in's Mittelmeer zusteuern, auch dessen Bewohner, vorzüglich Karthager und Rö-mer, huldigen zu lassen, und endlich, nach vollbrachter Weltero-berung, vom Niedergang her in's väterliche Reich zurückzukehren,von welchem er ostwärts ausgezogen.
Aber ihm war vom Schicksal Nichts weiter zu wirken ver-gönnt. Im zwei und dreißigsten Jahr seines Alters starb derMacedonische Held, am Trunk, an Gift oder an Erschöpfung,und sein unvollendetes Werk ging unter den heftigsten Erschütte-rungen in Trümmer.
Zersplitterung des Alerandrischen Reiches.
Nach Alexanders öl. Tod herrschte durch drei und zwanzigJahre in allen Ländern seines weiten Reiches Verwirrung undBlutvergießen. Von den Völkern und ihren Interessen kömmt —-einige Bewegung in Griechenland und etwa die Anhänglichkeitder Babylonier anSeleukus ausgenommen — in dieser lan-gen Zeit nicht das Mindeste vor. Wir sehen Nichts als Gene-rale und Soldaten, welche über die Theilung einer herrenlosenHeerde sich zanken, und in diesem Streit sich selbst unter ein-ander so wie die Heerde mit unsinniger Wuth zerfleischen. Esgibt wenig so klägliche Zeiten in der Geschichte.
Alexander hatte eine zahlreiche Familie (meist Seitenverwand-te, dann seine Mutter Olympias, auch einige Wittwen, worunterRoxane, welche erst nach des Königs Tod den eigentlichen Er-