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Erster Band. Alte Welt.
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ben, Alexander AegäuS, gebar) hinterlassen. Niemanddarunter war geignet, die Zügel des Reichs in diesen drangvvl-len Zeiten zu führen. Das einzige Band, welches die Alexandri-schen Staaten zusammenhielt, war die Armee. Diese aber hingZunächst an ihren Genereilen, welche — im Bewußtseyn ihrerMacht — es verschmähten, Unmündigen oder blödsinnigen Per-sonen oder Weibern zu gehorchen. Es blieb nichts übrig, als dieTheilung des Reiches unter diese Machthaber. Aber wie hättesw friedlich geschehen können zwischen leidenschaftlichen, Herrschsüch-ten Menschen, die an die Entscheidung des Schwertes gewohntwaren? —Daher, obgleich anfangs aus gegenseitiger Scheu oderaus einem Rest der Ehrfurcht für das königliche Haus den An-gehörigen Alexanders der Name der Herrschaft, und den Gene-ralen bloß die Statthalterschaft der Provinzen ertheilt wur-de, bald nachher die blutigsten Kriege losbrachen, und unter denheftigsten Erschütterungen das ganze Alexandrische Haus, als umdes Hauptes Schuld zu sühnen, durch Mörder und Henker ver-tilgt wurde.

Die wichtigsten der Alexandrischen Generale waren: Perdik-kas, Antipater und dessen Sohn Kassander, PtolemäusSeleukus, Lpsimachus, Antigonus mit seinem Sohn De-'netrius, Eumenes.

Durch gemeinschaftliche Verabredung wurde anfangs Perdik»kas — welchem Alexander sterbend seinen Siegelring übergeben —zum Reichsverweser ernannt. Philipp Arrhidäus, AlexandersHalbbruder, welcher später Eurydicen, seines Vaters Nichte,hoirathete, sollte gemeinschaftlich mit Roxanens neugeborneinSohne König seyn. Den Generalen wurden Provinzen ertheilt.Aber bald entstand bürgerlicher Krieg, und Perdikkas wurde vonseinen eigenen Soldaten erschlagen (3662).

Hierauf wurde Antipater, welchem schon Alexander die Ver-^altung der europäischen Provinzen vertraut, an Perdikkas Stelle^seht (3663). Dieser einsichtsvolle Regent starb in demselben^hr, und übertrug durch eine lehtwillige Verfügung die vor-Wundschastliche Gewalt nicht seinem Sohne Kassander, dessen'Eideuschastliche Gemüthsart er scheute, sondern seinem Waffenbru-