Band 
Erster Band. Alte Welt.
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der Polyspe rcbon. Aber Kassander erklärte sich als Feind ^Polviperchons und der zu dessen Beistand herbeieilenden Olym-pias. Philipp Arrhidäus, und seine Gemahlin Euridice,hielteu's mit ihm. Allein Olympias besiegte sie, und ließ beidehinrichten; wurde aber selbst von Kassander erwürgt (5668), wel-cber nachher (3674) auch den unmündigen Alexander und des-sen Mutter Roxane umbrachte.

In Asien hatte Antigonus, der Temenide, Kleina-sien als Provinz erhalten. Unermüdet, durch Ränke und äffe»,strebte er nach Erweiterung der Herrschaft. Er besiegte zuerstEnmenes, den einzigen Freund des Alexandrischen Hauses, undtödtete ihn. Jetzt zog der Mörder gegen Selenkns, welcherBabvlon verwaltete. Dieser floh nach Aegppten, wo Pto-lemäus befahl, und bewog diesen zu einem Bündniß, welchemauch Kassander in Macedonien und Lysimachus in Tbraciendeitraten. Ein mehrjähriger, blutiger Krieg verwüstete die Län-der. Ptolemäus erhielt einen großen Sieg, und Seleukus,durch die Liebe des Volkes unterstützt, eroberte Babylon wie-der (5672). Dennoch behielt Antigonus durch seine und seinesSohnes D emetrius, des Städte bezwinge rs (Polio rcetes),Tapferkeit und Kriegskenntniß die Oberhand, und diktirte (5675)einen Frieden, der ihm seine meisten Eroberungen ließ. Aberbald brach ein neuer Krieg aus, worin Antigonus und Demetriusanfangs glänzende Siege erfochten, aber zuletzt von ihren ver-bündeten Feinden bei Jpsus, einem Phrygischen Städtchen, einevöllige Niederlage erlitten (3685). Der 84jährige, tapfere, aberrohe und nimmersatte Antigonus verlor hier die Herrschaft Asiens "»nd das Leben. Demetrius floh, um die Trümmer seiner Machtin Griechenland zu retten. Die siegreichen Generale theilte»unter sich he» Raub, und da sie zugleich (mit Ausnahme Kassan-ders> den selbstständigen Titel der Könige annahmen, so hörtenun auch der Schein der Verbindung der Alexandrischen Staatenauf; die getrennten Massen consolidirten sich zu eigenen Rei-chen, welche jedoch, ungeachtet der nationellen Verschiedenheitihrer Unterthanen, durch die Herkunft ihrer Regentenhäuser, durchdie Beibehaltung einiger Hauptzüge der Macedoniscben Verfas-sung und Sitte, und durch ihre vielen gegenseitigen Berührungen