Band 
Erster Band. Alte Welt.
Seite
227
JPEG-Download
 

22 -

tragischem Ende, unter Lykvrtas Anführung mächtig und geehrtgewesen, durch eine Kette politischer und militärischer Operationenvon Rom in's Verderben gestürzt, und endlich durch die Erobe-rung Korinths (3838) ihres politischen Daseyns völlig beraubtworden.

Mit dieser Katastrophe hörte die Freiheit Griechenland- fürimmer auf; aber es behielt auch in seiner Erniedrigung eineruhmvolle Herrschaft über seine Sieger, indem es die Überlegen-heit des Geschmacks und der Wissenschaften behauptete.

II. Syrien.

Seleukus Nikator und sein HaUS.

Seleukus, von seinen vielen Siegen Nikator geheißen,hatte durch Eroberung Babylons (3672) seine Herrschaft überdas innere Asien gegründet, nachher aber, als durch die Schlachtbei Jpsus (3688) des Antigonus Macht zertrümmert war, die-selbe bis an's Mittelmeer ausgebreitet. Schon früher hatte" vom Euphrat bis an den Indus und Opus geherrscht,und in einem glänzenden Zug gegen den Indischen König San-hrokotus seine Waffen bis an den Ganges getragen. DieErwerbung der Länder des Antigonus, als Syriens, (wovonjedoch Cölesyrien und Phönizien nebst Judäa dem PtolemäusZufielen) Armeniens und Kappadociens, erweiterte dieGrenzen des Seleucidischen Reiches, und beschleunigte vielleicht^ssen Untergang.

Seleukus wurde durch Besiegung deS Lysimachus hei K o«^Upedivn (3702) auch in Kleinasien, Thrazien und Ma-honien herrschend, aber gleich nachher fiel er durch Meuchel-mord. Er war nebst Ptolemäus der würdigste von Alexanders^iieralen; nicht nur Krieger, sondern auch Freund der FriedenS-^'">ste und deS Handels, und Städte-Erbauer. Sein HauS hat"ber da« Svromacedonische Reich bis zum Untergang desselben^herrscht.

15 «