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Erster Band. Alte Welt.
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Aber bald wurde an den Seleuciden das Verhängnisder asiatischen Dynastien erfüllt. Sie sanken in Unwerth undThatlosigkeit, das Reich in Entkräftung. Innere Empörungenund äußere Stürme richteten es zu Grunde.

' Schon unter Antioch II. (3722), Seleukus Eirkel — ver-worftne Schmeichelei nannte ibu den Gott — fiel Partbienund Baktrien ab; andere Provinzen wurden durch eine Fehdemit Aegypten und alle durch eine schlechte Verwaltung zerrüt-tet. Einige weitere Nachfolger sind des Rennens nicht werth.

Unter Antioch III. (3760), den man — vergleichungsweise —den Großen heißt, schien die Syrische Macht wieder aufzublü-hen. Denn ungeachtet er gegen Aegypten unglücklich bei Ra-phia focht, erwarb er sich doch durch Besiegung mehrerer Em-pörer, und durch glückliche Kriege, einerseits gegen Indien, an-derseits in Kleinasien und Thracien Ruhm. Auch griff erzum zweitenmal Aegypten — bei der Minderjährigkeit von dessenKönig — mit Erfolg an. Aber hierdurch, und durch der Aeto-lier und Hannibals Aufhetzung entstand nun ein Krieg mitRom, welcher nach des Königs Niederlage bei Magnesia (5794)einen harten Frieden, — die Abtretung von ganz Vorderasienbis an den Taurns — und den unheilbaren Ruin des Reichesnach sich zog.

Seleukus Philo pater (3797), „der Steue r e inn eh*iner" genannt, weil er die Landesabgaben zur Bezahlung derrückständigen Kontributionen nach Rom senden mußte, wurdeermordet.

Sein Bruder Antiochus IV. Epiphanes (nachmal Ep>*manes, der Unsinnige, geheißen) eroberte fast ganz Aegnpte»,gab es aber uns die Drohung eines Römischen Gesandte»zurück, und erregte darauf durch Plünderung der Tempelschätzeund Religionsdruck den Abfall der Juden.

Nach ihm wird die Syrische Geschichte durch völlige Werth*losigkeit, zum Theil auch Verworfenheit der Prinzen, durch schneÜauf einander folgende Revolutionen, Mordthat, Thronenraub u»öBürgerkrieg geschändet, und der Staat, durch die Ervberunge»der Parther auf das Land westlich am Euphrat beschränkt,sank in die tiefste Ohnmacht. Tigranes, König von Arm?'