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»ien, welchen mit Hintansetzung der Seleuciden die erschöpftenSyrer endlich zum Herrn wählten (5889), beruhigte zwar dasReich, und gab ihm wieder einige Kraft; aber der Mithri da ti-sche Krieg stürzte Tigranes; und Syrien wurde — nachdem»och ein Paar Selenciden vergebens aufzukommen gestrebt —eine Römische Provinz (5918).
Bei dem Verfall des Sele neidischen Reiches bildeten sichaus den losgerissenen Theilen desselben mehrere andere Reiche,als Baktrien, Parthien, Armenien, Judäa u. m. a.
Das Parthisch« Reich.
Unter Antioch dem Gott entstanden durch Abfall desBaktrischen Statthalters Theodot (3725) und die Empörungdes Arsaces (eines Achämeniden, von Artaxerxes Mar-in o n abstammend, wie er sich rühmte) f3728 oder 3734^ die Kö-nigreiche Baktrien und Parthien. Das erste, nachdem esetwas übeb hundert Jahre gedauert, zerfiel durch die Angriffe derHochasiatischen Nomaden Völker und Parthiens überle-gene Macht (3848). Dieses, welches anfangs nur die Gegendum Hekatompylos begriff, wurde durch fortwährendes Glückgegen die ausgearteten Seleukinger so mächtig, daß es bald allesLand vom Euphrat bis zum Indus und Oxus umfaßte.
Erst von dem großen Sieg über Seleukus Kallinikus,welchen (3746) Arsaces H. gewann, rechneten die Parther ihreslnabhängigkeit. Feierlich wurde dieselbe anerkannt von Antiochdein Großen (3774), welcher auch Hyr kauten abtrat. Abererst Arsaces VI. (oder Mithridates I.) (3810) machte Par-odien durch Eroberung von Medien, Persten und allen Län-dern östlich am Euphrat, und durch einen glorreichen Kriegs-zug an den Hydaspes zum Weltreich.
Bald nachher kamen die Parther in Verhältnisse mit Rom,wahrend, nach dem Sturze des Baktrischen Reiches, welches Vor-mauer gewesen, die Scythischen Horden ungestraft von Nord-rsien her die Länder verwüsteten. Gegen Tigranes und Mi-