thridal Ll. behaupteten die Parther mühsam die Naturgrenzedes Euphrat. Durch den Ausgang des Mithridatilchen Krie-ges wurden sie Nachbarn der Römer und diese daher auch ihreFeinde. Den ersten Krieg erhob der habsüchtige Crassus, wel-chen samt seinem Heere der Partbische Surenas (Lberfeldherr)bei Carrhä erschlug (5931). Don da an bis auf Augustusherrschte vom Euphrat bis an's Mittelmeer daS Schrecken derPartbi'schen Waffen. Die Bürgerkriege in Rom verhinderten dieKrastanstrengung nach Außen. AntouiuS Legat, Ventidius,führte einen glücklichen Verthxidiguiigskrieg gegen die Part her;aber Antonius selbst, alS er gegen Arsaces XV. (Phraates IV.f3947^I) zog, hätte beinahe Craffus Schicksal erfahren.
Innere Unruhen binderten die Parther an der Verfolgungihrer Vortheile; und Phraates, dessen Nehenbuhler Tirida-kes nach Rom geflohen, war froh, durch Rückgabe der gegenCraffus erbeuteten Fahnen von August den Frieden zu erkaufen.
Der Hauplstamm der Parthischen Nation war ScythischenUrsprungs, ein rauhes Bergvolk, wie die meisten Völker, welcheRevolutionen in Mittelasien bewirket. Die Könige wurden alleaus dem Geschlecht des ArsaceS (Aschak bei den Äkorgenlän-dern) aber ohne bestimmte Ordnung der Erbfolge ernannt. IhreMacht wurde durch den Adel beschränkt. Dieser allein war dieNation, die Menge war leibeigen. Faktionen und Thronstrei-tigkeiten waren bei solcher Verfassung unvermeidlich. Empörun-gen der Satrapen (achtzehn Satrapien zählte das Reich im Zeit-punkt feiner Größe) und die Einfälle der jenseits des O xus hau-senden Nomadenschwärme veranlaßten fortwährende Erschütterun-gen: die Lage der Hauptstädte aber (Seleucia und Ktesipbon)an der westlichen Grenze des Reiches (am Tigris, wo nun dieTrümmer von Madain) gab, sobald Rom der Nachbar wurde,das Herz des Staates dem Schicksal weniger Schlachten preis.
Armenien.
Don Armenien lesen wir, daß von Haik und einem feinerNachkommen, Aram, die Landesnamen Haika und Armenien