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Armeen, Herr des Reiches zu bleiben. Doch nur auf 10 Jahre,nach deren Verfluß jedesmal das Spiel wiederholt ward. Da-bei wurden die Formen der Republik, die Comitieu, die Wable» >der Magistrate nicht angetastet; nur behielt der Fürst (prineops), !zu welchem Lieblingstitel ihm. noch der Name Augustus, (der ^Erhabene, Erlauchte) ertheilt ward, die konsularische, tribuniciMund censorische Gewalt, nebst jener des Pontifep maximus, ver-eint für sich und auf lebenslang. Eine starke Leibwache, das Kriegs-kommando selbst in Rom, und die Ernennung der Statthalter i»jenen Provinzen, wo die Kernlegionen lagen, befestigten die Ge-walt. Aber sie sollte dem Volk ein Geheimniß bleiben. Durch-aus durfte man ihn nicht „Herr-- nennen. Fern vom Geprängeder Majestät in Ton und Lebensweise, tolerant gegen freimüthigRede und Schrift, und den Launen des Volkes vielfältig nachg- >bend, schien er in planmäßig geübter Leutseligkeit und Güte n»r ^zum Wohlthun mächtig. Die Römer vergaßen allmälig sei»? jfrühern Grausamkeiten, freuten sich seiner Geschenke, seiner Po-pularität und des Namens der Freiheit; die Provinziellen rühm-ten die Ordnung, Ruhe und den friedlichen Geist seiner Herrschaft!Dichter und Gelehrte endlich, die er ehrte und belohnte, erhöbe»den erlauchten Musenfreund zum Himmel. Aber ein strengeres ^Urtheil hat die unbefangene Nachwelt gefällt; sie hat in Allen'/was Augustus that und sprach, von seiner ersten Erscheinung a»fdem Welttheater bis zum späten Hintritt, nur eine einstudirckRolle, keineswegs eine Tugend erkannt.
An dem Ruhm von Augustus weiser und glücklicher Verwal-tung hatten seine Minister Cilnius Mäcenas, VipsaniusAgrippa, und Messala Corvinus den größten Theil. Alle»Freunden des Guten und Schönen ist Mäcenas, der humane,freigesinnte, den Künsten und Wissenschaften freundliche Günstl>»ödes Weltgebieters, theuer. Die Kriegssachen leitete Agripp»-der Sieger des S. Pompejus und des Antonins, anerkannt dererste Mann iin Staat nach Augustus, und dessen Eidam. A"^Messala war groß in den Künsten des KriegS und des Fa-dens, und den Musen vertraut.
Der Umsturz der Republik hatte den Geist der auswärti-gen Politik so sehr als jenen der innern Regierung geändert-