Band 
Erster Band. Alte Welt.
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freimig. Endlich entstand gegen die allzuschreiend« Bedrückungdes Statthalters GessiuS FloruS ein allgemeiner Aufruhr derJuden (66). Jerusalem und alle Festen des Landes fielen inihre Gewalt; der Präfekt von Syrien wurde geschlagen. Dasandte Nero den Feldherrn VespasianuS gegen sie mit großerMacht. Vergebens war der Eifer der Juden, ihre Wuth, ihreVerzweiflung. Es wurde erfüllt, was mit Seherblick verkündetworden, und was unausweichlich war nach dem Geist des Volkesund den Umständen der Zeit. In einer Reihe blutiger Gefechteschrecklich hingewürgt, ließen die Verzweifelten nicht ab vom umgleichen Kampf. Noch blieb ihnen die Hauptstadt; da wurdeVespasian von seinem Heer zum Jmperaror ausgerufen, zognach Rom, und überließ dem Sohn, Titus, die Beendigung desKriegs. Welche Schrecknisse die schwärzeste Phantasie zu ersinne»vermag, häuften sich in der unglücklichen Stadt. Die Spaltungin verschiedene Parteien vollendete das Unheil. In förmliche»Schlachten zerrissen sich untereinander die Vertheidiger derselbe»Stadt, und forderten durch gehäufte Frevel den Grimm des Sie»gers auf. Nur stürmend, durch Flammen und über Berge vo»Leichen, konnte er den Weg sich bahnen durch die Straßen JerMsalems. Unter dem Geheul der Verzweiflung sank die StadtDavids, sank der ehrwürdige Tempel in Schutt und Asche-Eilfmalhunderttausend Menschen sollen nach Joseph us Flaviusumgekommen seyn in diesem Krieg. Hunderttausend wurden ge*fangen. Der Rest der Nation wurde zerstreut über die Länder,verlor aber bei aller Erniedrigung die Anhänglichkeit an's Mo*saische Gesetz, den fanatischen Ei^r und die Hoffnung auf eine»Messias nicht. Gegen Kaiser Hadrianus, der da auf der ge*heiligten Stätte JerusalemS eine profane Stadt, L.eli» OpitoI>o2>und auf Zion einen Tempel Jupiters bauen ließ, führte BattCocheba (Sohn des Sternes), der vermeinte Messias, Herbeige*strömte, zahllose Schaaren zum verzweifelten Kampf. Aus Br>*tannien berief Hadrian die Legionen gegen den wüthende»Feind. -An sechs,nalbunderttausend Menschen verloren das Lebe»-Diele wurden als Sklaven verkauft; der Uebrigen Lovs war völ-lige Zerstreuung, Druck und Schmach. Aber fortan, und«uf den heutigen Tag, haben sich die Nachkommen dieser merk*