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that das höchste Gebot »»- IZOO Thaler auf den Mann — undes ward ihm gehuldigt. Aber die Heere in Jllyricum undSyrien riefen ihre Generale Septimius SeveruS und Pel-cennius Niger zu Imperatoren aus. In Britannien er-klärte Clodius Albinus sich für die Freiheit. Seoerus ruckteauf Rom, wo der unglückliche Julian, von den PrätoriauerNverlassen, und voin Senat verurtheilt, für seinen vermessenenKauf unter dem Schwert des Henkers büßte (194). Auch Nigerund Albinus, beide getäuscht durch Severs verstellte Freund-schaft, erlagen Einer nach dem Andern dem großen Kriegstalentund der gewissenlosen Tücke dieses streng soldatisch gesinnten Für-sten. Derselbe haßte Ton und Formen der Republik, trat i»Staub den Senat, welcher das Recht der Berathschlagung, wohlgar der Vorstellung, sich anmaßte, verachtete das Volk, als wel-ches bloß zum Dienen und Tragen vorhanden, und vermehrtedurch Gesetze und Gunst das früher schon drückende Uebergewichtder Soldaten. Zwar die Prätorische Garde, welche das Reichverkauft hatte, wurde hart von ihm bestraft, durch Demüthigungund Entlassung; aber er erwählte sich eine neue, die viermal stär-ker war, und aus einem Ausschuß aller Legionen bestand. Mitderselben gedachte er nicht nur Rom und Italien, sondern auchdie Armeen zu schrecken, wenn sie etwa aufrührisch würden. Under erreichte seinen Zweck, aber gab auch seinen Nachfolgern indem Präfectus Prätorio selbst den fürchterlichsten Feind.
BassianuS Antoninus, den manCaracalla nannte, undSeptimius Geta, seine Söhne, wurden durch den Willen desVaters und den Zuruf des Heeres gemeinschaftlich zu Kaisern er-nannt, und hierdurch zu unversöhnlichen Feinden gemacht. Beieiner Zusammenkunft, in den Armen der Mutter, welche Ver-mittlerin seyn wollte, wurde Geta von seinem Bruder getödtet.Dieser ruchlose, wohllüsiige, jedoch mit Thatkraft versehene Böse-wicht brachte an 20,000 Menschen, als Anhänger, Diener oderFreunde des Geta, um, und tyrannisirte noch fünf Jahre; bisihn Oxilius Macrinus, sein Präfectus Prätorio, tödtete (217)-
Dieser mit seinem Sohn nahm den Purpur, und wurde ge-stürzt durch den Einfluß einer Frau, der listigen Mösa — Schwe-ster von Seoerus Gemahlin, Julia Dom na (218). Diesels