ler in ihrem verfeinerten Zustande als vorherrschende Form er-kennbar; aber hie Gegenstände selbst mußten verschieden fly», undso auch der Grad ihrer Verehrung, nach Verschiedenheit des Lan-des und Klima's, der Bedürfnisse und Sitten. Sturm und Don-ner, Wassers- und Feuersgewalt, überhaupt die Elemente und Me-teore: oder der ernährende Boden, der durch Ueberschwemmungbald befruchtende, bald verheerende Fluß: im kleineren Kreise selbsteine lebende Quelle oder ein Baum, der wirthbaren Schatten gabUnd süße Früchte; wohl gar geringere Pflanzen, freundliche undscindselige Thiere und leblose Massen, aber vor allen anderndie Sonne, die Quelle deS Lichtes, der Fruchtbarkeit und des Le-bens, der Mond, dessen sanfte Majestät zu allen Herzen spricht,und alle hohen Gestirne.
Diese Verehrung der Gestirne kann als eine eigeneHauptgattung der Religiousfvrmen betrachtet werden, weilsie an sich schon edler ist, als der gemeine Fetischmns, und dasGemüth viel hoher hebt; dann auch, weil sie mittelbar durch dieForschungen der Astronomie, die sie veranlaßte, oder an diesie sich anschloß, die Mutter von weit künstlicheren Systemen ge-worden ist, und ganz vorzüglich die Dogmen und Gebräuche derhistorisch wichtigsten Völker bestimmt hat.
Denn nachdem man angefangen hatte --- welches wahrschein-lich zuerst in Aegypten geschah den Lauf der Gestirne und diePerioden desselben kunstmäßig zu erforschen, und in den wechseln-den Konstellationen ein sicheres Maaß des Jahres und der Jah-reszeiten zu suchen, so war man genöthigt, die verschiedenen SterneUnd Sternenhaufen, besonders diejenigen, durch welche der schein-bare Lauf der Sonne und der Planeten ging, durch besondereZainen und imaginäre Bilder zu unterscheiden, welche auf dieNatürlichste Weise von den Verrichtungen des Ackerbaues, von
Phänomenen der Jahreszeiten oder anderen irdischen Gegen-ständen hergenommen wurden, die sich durch eine leichte Verknü-pf»»g der Ideen an die Konstellation, je nach ihrer Zeit oder Ge-^ud, anreihen ließen. Auch wurden sonst noch figürliche Aus-rücke gewählt, um die verschiedenen Erscheinungen am Himmel,
die wechselnden Fernen und Nähen der Gestirne unter flch^ad gegen die Sonne, anzudeuten, als Vereinigung und Treu«