Band 
Erster Band. Alte Welt.
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nimg, Liebe und Haß, Herrschaft und Ueberwältigung u. s-Durch den häufigen Gebrauch solcher Ausdrücke wurde fast un-vermeidlich Vergessenheit ihrer ursprünglich bloß figürlichen Be-deutung veranlaßt, und die Verwechslung des Zeichens mit deinBezeichneten, des Irdischen mit dem Himmlischen hervorgebracht

Sodann veranlaßten jene figürlichen, meistens von der Ana-logie menschlicher Eigenschaften und Verhältnisse genommenen,Ausdrücke, daß man, wie freilich schon bei dem gemeinen Fetisch'mus geschah, die Begriffe menschlichen Wirkens und Leidens ausdie Götter anwandte, eine Folge symbolischer Sahe als eine Rest'^von wirklichen Ereignissen ansah, Göttergeschichten nach Art derMenschengeschichten formte, und hierdurch eine dritte Klalffvon Religionssystemen schuf.

Es ist dieses dieVergötterung verstorbener Menschen-Denn wie einmal die Götter zu den Menschen herabgezogen, undals unterworfen den menschlichen Neigungen, Schwächen undSchicksalen gedacht wurden, wie mau sich angewöhnt hatte, dieGötter als einst auf Erden gewesene Menschen sich vorzustellen!so war nichts natürlicher, als daß man auch wirkliche Me"'scheu, welche etwa durch Weisheit und Tugend, durch Kraft u»dWohlthun sich ausgezeichnet, und sonach über die gemeine NaU"erhoben hatten, für Götter oder Götterkinder hielt, und sie nachihrem Tod aus freier Dankbarkeit, oder aus knechtischer Schwel'chelei, oder auf das Machtgebot der Gewaltige», in den Hinu»^versetzte.

Gleichwohl ist die Zahl vergötterter Menschen (die griech''sehe oder später die römische Religion ausgenommen) niemalssehr groß gewesen. Der gesunde Menschenverstand sträubte sichgegen solche Apotheose, und bei Religionssystemen, die Philosoph"und Spekulation zur Grundlage hatten, konnte sie gar nicht aus'kommen.

Desto allgemeiner riß der Götzendienst oder die Abgö"terei in strengerem Sinne ein. Wir finden diesen Götzen-dienst sowohl mit dem Fetischmus, als mit der Verehrung vergoßterter Menschen gepaart, hier und da fast allein vorberricheuö-ja selbst in jene Religionen eingeschliche», die auf einer geistig'"Grundlage ruhen.