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Erster Band. Alte Welt.
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>»ir, daß sie eine fortwährende Theilnahnze der Seele an der Er«Haltung deS Körpers behaupteten, und daß eine Folge dieser Vor-stellung ihre Eiubalsamirungen und festen Gräber waren. Von denägyptischen Priestern und ihrer Macht haben wir oben geredet.

Minder interessant und auch minder bearbeitet, als das ägyp-tische, ist das Sabäische Neligionssystem, so wie jenes der Phö-nizier und der Chaldäer. Dock erhellt, daß der Hauptcha-rakter des Sabäischen Systems Verehrung der Gestirne ge-wesen, und daß es über Arabien und einen großen Theil Vor-der- und Mittelasiens geherrscht, bis Zoroaste.rs Lehre seinGebiet beschränkte.

Die Grundlage des phönizischen Systems — welches aberauch inSyrien und weiter hin galt — war Fetischmus. Meh-rere phvnizische Gottheiten sind auch in die griechische Mytho-logie übergegangen.

Die bekanntesten chaldäischen Gottheiten sind Baal, derhöchste, und, nach dem Begriff der Gelehrten, ein geistiger Gott,Mylitha, deren Dienst so berüchtigt ist, und daS böse WesenTurrach, Gott'des Krieges. Die Chaldaische Priesterkaste,die durch Macht und Kenntnisse glänzte, wird von den Meistenfür einen eingeborenen babyloni.schenStamm gehalten, welcherspäter den Namen der erobernden chaldäischen Horde annahm.

Zur Charakterisirung der griechischen Religion mögen fol-gende Sähe dienen;

1) Ihre Grundlage war, wie allenthalben, die Verehrung kör-perlicher Gegenstände und Kräfte der Natur.

2) Zu dieser Menge von einheimischen Göttern kamen dannNoch diejenigen, welche durch fremde Emissäre und Kolonisten,überhaupt durch den Verkehr mit dem Ausland, vorzüglich ausAegypten und Phönizien, nach Griechenland gebracht wurden.Aber die Griechen nahmen solche fremde Mythen nicht sklavischan; sie formte» sie um, nach ihrer eigenen, lebendigen Denk- undSinnesart, und nach der Natur ihres Landes, sehten sie mit ihreneinheimischen Sagen, selbst mit ihren Heldengeschichten in Ver-bindung; und sammelten dergestalt für die Bearbeitung der Dich-ter einen, zwar chaotisch verwirrten, aber reichhaltigen Stoff.

5) Denn Dichter waren eS, welche die griechische Religion

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