Band 
Erster Band. Alte Welt.
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politische Cmsehungcn, wie die berühmten Kampfspiei«, durcheben dieselben mit der Religion in innige Verbindung gebracht.Es gab eine außerordentliche Menge von Tempeln, heiligen Hai»»en und Hausaltären, und allenthalben stieg der Rauch von Opfernempor. Es gab selbst Fälle, wo der Fanatismus der PriesterMenschenopfer verlangte, und das edelste Blut auf den Altärenrann. Doch waren die griechischen Priester weder eine erblicheAaste (einige Priestermürden jedoch waren Eigenthum gewisserGeschlechter), noch machten sie einen geschlossenen S taüd auS (dennsie blieben Bürger, traten in StaatSämter über, oder versahendieselbe» nebst dem Priesterthum); auch hingen die Priester ver»schiedener Tempel unter sich nicht zusammen, und hatten daherAlle zusammen nicht, wie im Morgenlande, ein gemeinschaftli-ches, den Laien durchaus feindseliges Interesse, und keine so hoheMacht und Wurde, daher auch weniger Stolz und Anmaßung.

Die Religionen, die wir bis seht aufführten, gründeten sichinsgelammt aufSagen und Gebräuche von verschiedenem Ursprungund geringein Zusammenhang, und auf die von Dichtern oderPriestern hinzngethanen Meinungen und Lehren, welche wobl,durch ihr Alter und ihren Gegenstand ehrwürdig, znm Theil auchdurch Hieroglvphen- oder Buchstabenschrift fitirt, und einem ge-le hrreu Stande zur Erhaltung vertraut, aber doch in kein eigent-lich heiliges Buch eingetragen, nicht authentisch gesammelt,und daher immer dem Wechsel und einer freien Erklärung unter»worfen waren. Wir gehen nun zu den Systemen über, welche we-lentlich auf der Schrift und dein Schrift-Glauben beruhten,Nach der Meinung des Volkes von übermenschlichen, oder doch^geisterten Lehrern herrührten, und, mit solcher höherer Au-torität versehen, den Glauben mächtiger zu beherrschen, undviele Jahrhunderte hindurch sich gleichförmig zu erhalten ver-mochten.

Das Sinesische Religionsfvstem gehört in diese Klasse.Aber wir kennen es nicht genau. Denn in seinen heiligen Bü-chern (sie beißen Kings) find gerade die Stelle», welche von re-ligiösen Dingen handeln, unverständlich oder räthselhaft, und eshabe» die Jesuiten sie offenbar zu günstig gedeutet. Lw viel'st erkennbar, daß^diese Religion zwar, wie die übrigen, vorn Fe-