Band 
Erster Band. Alte Welt.
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Nero, von welcher jedoch gezweifelt wird, ob sie wirklich dieChristen, oder eine andere, in der That verworfene, JüdischeSecte, welche gleichfalls den Namen der Galiläer führte,troffen habe, mid die sich übrigens auf eine kurze Zeit und aufden Umfang der Hauptstadt beschränkte. Die Verfolgung Do-mitians war eben fo vorübergehend, und in Ansehung derGründe zweifelhaft. Der edle Trajan ordnete ein regelmäßigesVerfahren gegen die Christen an, gegen welche, wie aus de»Zweifeln deS jünger» Plinins zu schließen ist, bis dahin nochkein allgemeines und bestimmtes Gesetz ergangen war. Die Ver-fügung Trajans zeigt eine durch Menschlichkeit gemilderte, wen»gleich aus Staatsursachen nicht gänzlich aufgegebene Strenge-Hadrian und die Antonine folgten seinen Grnndiayen. AberCommodnS, von seiner Beischläferin Marcia geleitet, warden Christen günstig. Severus, jedoch erst spät, schärfte dieVerfolgung. Seiner Nachfolger Gesinnung war ungleich. JnS-besondere liebten Alexander Severus und Philipp die Chri-sten. Maximinus mißhandelte sie wie die übrigen Bürger-Aber Decius, abermal ein lobenswürdiger Kaiser, erneuertedie Verfolgung. Dasselbe that ValerianuS. Bon Gallie-nus bis auf Diokletian genoß die Kirche einer fast ungestör-ten Ruhe. Auch dieser war anfangs den Cbristen hold. Aberder Cäsar GaleriuS, der sie persönlich haßte, und dir Zudring'lichkeit der heidnischen Eiferer, welche ans dem aufstrebenden Ge-deihe«« deS Christenthums Besorgnisse für ihre eigenen Altäreschöpften, vermochten den weisen Kaiser zu einer strengern Verfol-gung, als aste frühern (365). Doch wurde sie nicht im ganze»Reiche, zuinal in den Provinzen des Constantins nicht, i»Vollzug gesetzt, und GaleriuS selbst schenkte den Christen se>>^Gnade wieder. Nach einer abermaligen Verfolgung durchximinus Daza wurde endlich das Christenthum (315) durä>das von Constantin und Licin gemeinschaftlich erlassene Ma>'ländische Edict in dieselben Rechte wie die heidnischen Relig>^ne» eingesetzt, und eine allgemeine Gewissensfreiheit verkündet.

Doch wie streng man sich immer die Verfolgungen denke, ssbleibt gewiß, daß sie den Fortgang des Christenthums nichtnicht aufgehalten, sondern vielmehr ihn befördert hab^