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Geräuschlos, aber schnell, vermehrte sich also die Zahl derDekenner, und die Kirche war fest begründet, bevor sie die Auf-merksamkeit der Regierung auf sich zog. Der Druck, den sie vonjetzt an erfuhr, diente nur, den Eifer rege zu erhalten, und dieallgemeine Bedrängniß der nachfolgenden Zeiten gab ihm weitereNahrung. Verschiedene Kaiser wurden durch besondere Umständezu Gönnern des Christenthums gemacht, und die Verfolgungs-edikte der klebrigen bald durch Gutmüthigkeit, bald durch Sorg-losigkeit der Kaiser selbst oder der Statthalter, gemildert.
Endlich erwachte zwar der lange schlummernde Eifer der ge-kränkten, und selbst durch Hohn zum Widerstand aufgefordertenDiener des Heidenthums. Sie traten in engere Verbindung, undrüsteten sich zum ernstlichen Kampf. Die Diocletianische Ver-folgung war der Sturm, der aus so drohenden Wolken hervor-brach; aber die bereits erstarkte Kirche trotzte dem Sturm. Auchverstoßen nur zehn Jahre von dem strengen Nikomedischen Ediktbis zu jenem von Mailand. Später trat der kluge Constan-tinus völlig zum Christenthum über, und von dieser Zeit anwar der Triumph des Christenthums, so wie der Fall der heid-nischen Religion, entschieden; denn wiewohl die Grundsätze einergleichen Duldung noch bis gegen Theodosius ül. Regierung fort-dauerten, so hatte doch durch die erklärte Gunst des Hofes, wel-che allmälig in frommen Eifer überging, die christliche Religionein solches Uebergewicht unter einem Volke von Sklaven bekom-men, daß das Heidenthum nicht lange mehr den ungleichen Kampsfortzusetzen vermochte.
Das letzte Ungewitter, welches unter Julian die Kirche be-drohte, ging schnell durch den erwünschten Tod dieses gefährlichenGegners vorüber; und die Hoffnungen, welche die innern Strei-tigkeiten der Christen den Heiden hätten geben können, wurde»durch die kräftigen Maßregeln des Theodosius gegen die Kepckvereitelt. Derselbe Fürst gab dem Heidenthum auch unmittelbarden tvdtlichen Stoß.
Auch unter den auswärtigen Völkern wurde durch dasAnsehen der Kaiser der christlichen Lehre Eingang verschafft. Diebarbarischen Miethtruppen nahmen willig die GottesverehnMs
der Legionen an; und von jenen
ging
leickt die Bekebruna
aus