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die verschwisterten Nationen über. Die Kaiser begünstigten dasMissionsgeschäft auf alle Weise. Die Handelsverbindungen öff-neten den christlichen Lehrern den Weg nach Aethiopien undIndien, nnd selbst der Persische Monarch ehrte, wenigstens inFriedenszeiten, die Fürsprache des Kaisers für dessen mittelasiati-sche Glaubensgenossen.
Christliche Kirche.
IV. In dem Maaße, als sich das Christenthum ausbreitete,bildete und konsolidirte sich auch die innere Verfassung derKirche, nnd es hat hinwieder die innige Verbindung der Chri-sten unter einer wohlgeordneten Regierung ungemein viel zumGedeihen ihrer Lehre beigetragen, und ihren Siegbefestigt.
Indessen läßt sich von den ältesten Zeiten nur sehr wenig Zu-verlässiges sagen. Still und verborgen, so wie das Christenthumselbst, entwickelte sich auch die Verfassung der Kirche., Liebeund Eintracht unter den ersten Christengemeinden machten gesetz-liche Ordnungen entbehrlich, und als bei der Ausbreitung derGesellschaft das nähere Bedürfniß entstand, ihre innern Ver-hältnisse zu bestimmen, so leiteten natürliche Billigkeit, freieVerabredung, Gewohnheit und der Strom der allgemeinen Er-eignisse diese Bestimmung. Aber erst im Laufe der Jahrhunderteerhob sich, nicht ohne vielfältigen Streit, und manchen Wechselin den Formen und dem Geiste, das künstliche Gebäude derHierarebi e.
Aus den Schriften der Apostel und ältesten Väter geht her-vor, daß Christus die eigentliche K irche ng e w a lt, und so auchdie Abstufung derselbe», nur ganz im Allgemeinen bestimmt, fastunr angedeutet, und mehr nur das Lehramt, die Fortführungseines eigenen Werkes der Liebe und Humanität, seinen Jüngernüberlassen habe. Dieselben pflanzten mehrere Gemeinden, worüberste alle nur einander eine väterliche Aussicht führten, ohne fiel)in bestimmte Spreugel zu theilen, und ohne Antprnch auf ir-gend eine mit der freiesten Verbrüderung unverträgliche Gewalt.Die ältesten, die vertrautesten ihrer Zöglinge wurden gerne von