(1!3 v. Chr.), der ältesten bestimmten Erscheinung der Teutschenbis auf Cäsars Zeiten, hatten die Römer mit jenen nur gerin-gen Verkehr.
Aber Cäsar gerieth mit Ariovist, einem SnevischenHeerführer, in Krieg, Derselbe hatte sich in gallischen Länderndurch List und Waffen mächtig gemacht. Cäsar schlug Ariovist,trieb ihn über den Rhein, und that zwei Einfälle über diesenStrom in das eigentliche Teutschland, doch ohne Erfolg,
Durch die Eroberung Galliens erhielt Rom auf einer wei-ten Grenze die Teutschen zu Nachbarn, Die cis-rhenanischenStanune lernten gehorchen; aber jenseits, in wilderer Natur,hausten trotzigere Menschen. Und der große Strom mochte nichtdie Herrschbegier der Römer und nicht die Raublust der Teutschenhemmen. Von jetzt an war fast unabgebrochener Krieg.
Durch Eroberung Vindeliciens und Noricums, unterAugustus, stießen die Römer auch an der Donau mit den Teut-schen zusammen. Doch waren die nördlichen Donauufer dünnebevölkert; nur vom Rhein drohte Gefahr. Ein stehendes Heer,Festungen und Linien schienen nöthig zur Deckung Galliens.
Aber August's heldeumüthiger Stiefsohn, Drusus, gedachtedurch Eroberung Deutschlands des Krieges Quelle zu zerstören.Mit großer Macht und mit Benützung aller Hilfsmittel römi-scher Kriegskunst und Politik, unterstützt von Teutschen selbst ge-gen Teutsche, that Drusus vier Feldzüge in Germanien. Er drangbis an die Elbe, doch ohne bleibenden Erfolg, und starb aufzweifelhafte Weise (Z975). Viele Städte auf beiden Rheinseitenerwuchsen aus den Lagerplätzen und Kastellen des Drusus.
Tiberius, sein Bruder, verstärkte die Wirkung der Waffendurch Unterhandlung und Arglist, Viele Stämme unterwarfenoder verbanden sich ihm.
Aber Marbod, Heerführer der Markomannen, war nachBöhmen gezogen, woraus er dieDojer vertrieb. Seine wach-sende Macht drohte Rom, Da zog Tiber von Pannonien auSmit 12 Legionen gegen ihn, und schloß wieder Friede, weil inden Donauländern ein gefährlicher Aufstand brannte.