Band 
Erster Band. Alte Welt.
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den sie dem Dacischen Decebalus bei, schlugen Domitian (85),und erpreßten sich Jahrgelder. Kräftige Kaiser, wie Trajan,hielten sie in Schranken. Derselbe drang sogar wieder über denRhein, aber schon zu seiner Zeit bemerken die römischen Schrift'steller, daß das Heil des Reiches nur auf der innern Zwietrachtder Barbaren ruhe.

Dagegen erkannten diese Barbaren jetzt den Vortheil grö-ßerer Vereine, und die erste Probe davon war der Marko?man nische Krieg (166), Alle Völker vom Oberrhei» bis nachJllyrien standen in Waffen bei diesem schrecklichen Krieg, AuchSarmatische Nationen nahmen Theil daran, und es war dieganze Standhaftigkeit des heldenmüthigen Marc-Aurel nöthig,um nach langem Und zweifelhaftem Kampf endlich, und zwatmehr durch Unterhandlung als durch Waffen, das Ungewitter zubeschwören. Jenseits der Donau behielten die Römer einigePlätze. Unrühmlicher endete Commodus den wieder ausgebro-chenen Kampf. Er wich hinter die Donau zurück, und kaufte deNFrieden,

Teutsche HauptvSlker.

Von Caracalla bis zum Untergang des Reiches war fastunaufhörlicher Krieg zwischen Rom und den Teutschen. Die Schau-plätze, die Schicksale wechselten; Waffenstillstände, einzelne Ver-träge wurden geschloffen: aber allgemeiner Friede war fast nie.Teutschland war einem wilden, überall austretenden Strome gleich-Welche Dämme man gegen ihn aufführe, er reißt sie nieder, undwird er an einer Stelle gehemmt, so wirft er sich furchtbarer aufdie andere.

Aber neue Völker treten jetzt allmälig auf, an die Stellederjenigen, die in den ersten Zeiten erschienen: theils wirklichneue, d. h. solche, welche rückwärts in Norden und Nordostengewohnt hatten, und jetzt an die südlichen Grenzen rückten, theilsim Grund die alten Stämme, nur unter neuen Namen in grö-ßere Bündnisse vereint. Unter diesen trete», die Alle manne»und Franken voran, unter jenen die Go theil, mit den Ge-piden, die Heruler, Vandalen, Burgunder und Sach^