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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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nannt, rin- erkoren zu ihrem Haupt den gleich tapfern als klugen st

Herzog Maximilian von Baiern. Sofort trat HeinrichIV. §

von Frankreich und traten die Holländer mit der Union inKorrespondenz; die Ligue, durch eigene Hilfsquellen stark, mochteim Nothfall aus Oestreich und auf Spanien zählen. Ein jh

europäischer Krieg schien dem Ausbruch nahe, als K. Hein» E

richS IV. plötzlicher Tod ( 1610 ) Oestreich für jetzt aus der gro« §,

ßen Gefahr zog, und die Union der Rache der schwergereizten d,

Katholiken preis gab. In

Zu derselben Zeit war das Haus Oestreich selbst durch ein- hs

heimischen Hader bewegt. Die drei noch lebenden Bruder deS hx

Kaisers, Matthias, Maximilian und Albrecht, und mit u,

ihnen die übrigen Prinzen des Hauses, sahen mit Unwillen durchRudolfs Fahrläßigkeit ihre Gesammtinteressen gefährdet. Der ur

älteste der Bruder, Matthias, ward zum Haupte des Hauses f§

erklärt. Darüber erbittert, gedachte Rudolf, die Nachfolge der M

Steyer'schen Linie zuzuwenden. Aber Matthias, an der Spitzeeines Heeres, erzwäng von ihm die Abtretung von Ungarn undOestreich und zugleich seine Anerkennung als „designirter Kö»nig von Böhmen (1608)." Rudolf, um wenigstens Böhmenstch zu erhalten, ertheilte diesem Reich und Schlesien eine auS*gedehnte Religionsfreiheit durch den sogenannten „Majestäts-brief" (1609), beschwichtigte jedoch auch hierdurch das Mißver-gnügen nicht. Daher, als er neue Versuche machte, die Nach*folge in Böhmen dem verhaßten Matthias zu entziehen, derselbe

ohne Schwierigkeit ihn auch von diesem Thron warf (1611). R"' "edolf war jetzt nichts weiteres mehr als Römischer Ka ise r, da* fchher billig selbst um den Lebensunterhalt bang. Der Tod befreite gaihn vo» solcher Furcht (10. Jän. 1612). ^

Matthias erhielt nun auch die Kaiserkrone durch einst""*mige Wahl der Kurfürsten (1612, 3. Juni). Seine bisherige Pl

fälligkeit für die Protestanten hatte ihm auch die evangelische"Stimmen erworben. Seine Regierung war wenig glorreich,wohl im Teutschen Reich als in seinen Erblanden. In jene'"wüthete der alte Hader fort zwischen Protestanten und Katholiken,jede gemeinsame Bestrebung oder nur Schlußfassung sür's DeßtDeutschlands verhindernd: in diesen litt Matthias durch die ist'