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steigerten Forderungen feiner evangelischen Stände die gerechteStrafe für seine gewaltthätig« Ergreifung des Scepters.
Also verflossen ihm seine wenigen Herrscherjahre unter De-müthigungen und Sorgen, und der bekannte Ketzereifer des vorihm, mit Einwilligung seiner Bruder, zum Nachfolger ernanntenErzherzogs Ferdinand, des Erbprinzen der Steyer'schenLinie, erregte für die Zukunft die begründetsten Besorgnisse. Denndiesen bigotten Fürsten, freilich den einzigen noch kräftigen Spröß-ling des teutsch östreichischen Hauses, nahm Matthias, zur Freudebloß der katholischen Fanatiker, an Kindesstatt an, und erwirktedessen Wahl zum König von Böhmen und Ungarn (1617und 1618).
Sofort zogen sich gewitterschwere Wolken über Oestreichund Teutsch land zusammen, lind Matthias sah noch den An-fang des verhängnißvollen dreißigjährigen KriegeS (-j- 29.März 1619).
Die Zeiten des dreißigjährigen Krieges.
Erste Periode. Ausstand in Böhmen. Kaiser Ferdinand II.
Bis zu des K. Heinrich IV. von Frankreich Tod war diekatholische Partei, und mit ihr das Haus Oestreich, die meistbedrohte Seite. Aber die Verhältnisse änderten sich plötzlich. Diefast gleichzeitig mit Heinrichs IV. Tod geschlossene Ligue (1610)gab den Kräften der Katholiken eine gemeinsame Richtung, unddadurch überwiegende Gewalt, während die beiden Linien desHauses Oestreich in Spanien und Teutschland, welche seitPhilipps U. Eifersucht gegen seinen Oheim, den Kaiser Fer-dinand l., in gespanntem Verhältniß gestanden, sich einanderwieder in Freundschaft näherten, und die Plane der Hoheit, wo-wit sie schon früher die Welt beängstigt, jetzt unter sehr günstigenVorbedeutungen, von neuem aufnahmen. Die Wiedereroberuugder Niederlande und die Niederdrückung der verhaßten Re-formation, welchen auch die Uneingeschränklheit in Teutsch-
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