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land und die unbestrittene Präpotenz in Europa natürlich folgten,waren das Ziel, wornach sie strebten, und wozu nach der dama-ligen Weltlage der Weg gebahnt schien.
Von neuem also überließen sich die Prinzen des HausesHabs bürg dem stolzen Wahn, Ihnen sey nicht nur gegeben,weithin über die Lander zu herrschen, sondern auch über denGeist. Weil Ihnen die vom mächtig rollenden Zeitrad herbei-geführte Reformation nicht gefiel, darum sollte sie unterdrücktwerden, das Rad der Zeiten stille stehen. Hätte sie Ihnen ge-fallen, ebenso berechtigt würden sie sich gedünkt haben, sie schnellund durch Schwertesgewalt siegreich zu machen über der Erde.Aber mehr oder minder lebhaft erkannten die Nationen und ihreHäupter das Ungeheure solcher Anmaßung, und widerstrebten ihrmit empörtem Gefühl. Daher wurde, aller vorübergehendenSchrecken ungeachtet, die Reformation befestigt durch den Krieg,der sie zerstören sollte, und die mißbrauchte Macht Oestreichs er-hielt die ihr geziemende Begränzung.
Erzherzog Ferdinand, Matthias Nachfolger, der Sohn desErzherzogs Karl von Steyer, welcher der jüngste Sohn K.Ferdinands k. gewesen, ward schon in frühester Jugend durchseine bigotte Mutter, eine Prinzessin von Baiern, und durch dieJesuiten, welchen seine Erziehung vertraut worden, mit glühendemKeherhaß erfüllt. Nach dem frühen Tode des Vaters beherrschtediese Mutter desto unumschränkter das Herz des zwölfjährigenPrinzen, und die Jesuiten, welche an dem erlauchten Jünglingdas trefflichste Werkzeug ihrer Plane erkannten, übten an ihm inJngolstadt all' ihre schlaue Kunst ohne irgend eine Gegenwir-kung fünf Jahre lang aus, worauf er zum Regierungsantritt inseine Staaten zurückging. Ein Gelübde, vor der heiligen Jung-frau Bild zu Loretto abgelegt, und der Segen Papst Clemens Vlll.befeuerten noch mehr seinen längst gefaßten Vorsah der Ketzerbe-kämpfung. Also ward vorerst in Steyer, Kärnthen undKrain, den vom Vater ertheilten Kirchenfreiheiten zum Trotz, derprotestantische Kultus niedergedrückt, und bald hernach dasselbe inOestreich und in Böhmen versucht.
Aber die Oestreicher und die Böhmen rüsteten sich zu>nWiderstand, noch bevor Matthias die Augen schloß. Seit dem