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welthistorische» Moment rief Mirabeau das kühne Wort:„Nur die Gewalt der Bajonette kann die Abgeordneten deS Vol-kes von ihren Scheu treiben!" — und die Versammlung blieb,faßte mehrere energische Beschlüsse, und ward schon des folgendenTags durch den Uebertritt einiger Herren von Adel — an ihrerSpitze der Herzog von Orleans — verstärkt. Der König,immer wankend und den Eindrücken des Tages folgend, befahljetzt auch der Majorität des Adels und der hohen Geistlichkeit,mit dem dritten Stande sich zu vereinigen, wodurch endlich dieNationalversammlung vervollständigt ward (27. Juni).
Der erste Schlag auf das Königthum war also gefallen;offenbar aus Schuld derjenigen, die sich dessen Vertheidigernannten. Durch .Zurücknahme seines Schrittes, durch Dulde»des Ungehorsams, gab der König entweder sein Unrecht oderseine Schwäche kund, und ermächtigte oder ermuthigte dadurchdie Versammlung zu jedem ferneren Widerstand.
Zwar schien noch möglich, selbst wahrscheinlich, daß in demtraurigen Krieg zwischen Fürst und Volk der erste siegte. Ent-schlossenheit und Strenge hätten dem Inhaber der bewaffnetenMacht und der Arsenale den Triumph verleihen mögen über diewehrlose Nationalversammlung und über die noch ungelenkenHaufen eines aufrührerischen Volkes. Auch waren mehrere,welche dein König riechen, zu diesem Aeußersten zu schreiten.Besser hätten sie ihm gerathen zur rückhaltlosen, innigen Vereini-gung mit den Wohldenkenden der Nationalversammlung, unddadurch mit der Nation selbst. Akif diesem Wege war keineGefahr; da winkte nur Ruhm und Segen. Auf dein andernblinkten, von entfesselter Wuth geschwungen, Schlachtschwerterund Henkerbeile. Und dennoch wäre nimmer, auch nicht durchden blutigsten Triumph, Lüge zur Wahrheit geworden oder Wahr-heit zur Lüge. Auch das Christenthum, auch die Reforma-tion hätten können niedergeschlagen werden durch zeitlich ange-wandte, unnachsichtliche Gewalt. Sie wurden es auch wirklich inmehr als einem Lande. Ist aber recht geschehen daran? Weheder Sache, die nichts Anderes für sich hat, als die'Gewalt! —