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Bürger» und schlechten Menschen fällt der Untergang Polensganz eigens zur Last. Auf ihnen ruht der Fluch deS Vaterlandesund der Welt.
Doch anfangs schienen ihre Bemühungen fruchtlos. ZwarRußland dräute von fern; aber die Pforte und Schweden be-zeigten sich freundschaftlich, alle ädrigen Mächte achtungsvoll, undPreußen versprach feierlich Hilfeleistung. Schon 1790 am 29 .März hatte Friedrich Wilhelm ein ausdrückliches Schutzbünd-niß mit Polen beschlossen. Auch nach Verkündung der neuenVerfassung dauerten seine freundschaftlichen Betheuerungen fort.Selbst Oestreich schien freundlich gesinnt, seitdem nach KaiserJosephSU.Tod die Anhänglichkeit anRnßland lauer geworden.
Ader wandelbar und täuschend ist der Höfe Gunst unddie Freundschaft der Starken. Nicht aus Rechts-Achtung hattePreußen sich an Polen angeschlossen, sondern aus Eifersucht widerRußland und aus Hoffnung selbsteigenen Gewinns. Danzigund Thorn sollten der Preis seiner eigennützigen Freundschaftseyn. Die Weigerung der Republik, diese Städte abzutreten, warder erste Anlaß zur Erkaltung. Als nun, nachdem Rußlandseinen Frieden mit der Pforte geschlossen ( 17 ^ 91 , 11 . Aug. unddefinitiv 1792 , 9 . Jan.), bedenklicher schien, die Kaiserin zu rei-zen, da wandte die Preußische Politik sich um, und suchte jetztim Bund mit Rußland jenen Gewinn zu erringen, den manfrüher alö Gegner desselben zu machen gehofft.
Und schon stürzte über daS verrathene Polen, mit barbari-schem Kriegslärm, die wilde Moskowit ische Macht. Unterdem Dorwand, den gegen die neue Verfassung protestirentenPolen, die sich den Namen einer Targ owiczer-Kousvderationgaben, beizustehen, und um die Freiheit der Republik gegen das„eingeführte Erbrecht zu beschirmen," ergoßen sich 100,000 Rus-sen über daS Polnische Land. Jetzt verweigerte auch Preußen dienoch kurz zuvor verheißene Hilfe, und nahm selbst eine drohendeStellung an. Die Polen jedoch zagten nicht. Der Reichstagrief die Nation zur Vertheidigung ihrer heiligsten Rechte auf,und setzte alle RettungSmiltel in Thätigkeit, die chm zu Gebotstanden.
Aber was vermag das schwache Recht gegen die übermächtige