und Anlage aümälig ganz Europa, ja die ganze civilisirte Weltumfassen sollte.
Der Rheinbund. Mediatisirung. Souvcrainetät.
Die Folgen dts Preß bürg er-Friedens zeigten sich am kläg-lichsten in Teutschland. Die baare Willkür und die nnver-hüllte Gewaltherrschaft spielten darin jetzt ihr unseliges Spiel,und ward durch Opfer und Schmach nichts weiteres erkauft, alsdie Aussicht auf noch schwerere Leiden und noch tiefere Ernie-drigung.
Durch den unsinnigen-Vertrag, welchen der preußischeGesandte, Haugwip, zu Schönbrunn mit Napoleon's Be-vollmächtigtem, Duroc, geschloffen, gab Preußen sein ange«stammtes Gut gegen Räubersbeute hintan» und nahm dadurchSchuld Und Strafe des Raubes auf sich. Die Indignation derWelt und der sofort ihm erklärte Krieg voll Seite Schwedens.und Englands waren davon die erste, herbe Frucht. Napoleongab jetzt Eleve, mit dem von Baiern gegen Anspach erhan-delten Berg, als ein erbliches Herzogthum (1806, 15. März)an seinen Schwager (Gemahl seiner Schwester Karoline An-nunciade), Joachim Murat, unter ähnlichen Bedingungen,wie er Neapel und Holland zweien seiner Bruder gegeben.
' ' Die noch frei gebliebene Reichsstadt Frankfurt ward baldnach dem Preßburger-. Frieden dutch ein Machtwort Napoleon'svon französischen Truppen überfallen, schwer gebrandschatzt, undsodann dem Kurerzk-anzler zum Geschenke gemacht (1806, 1S.Sept.). Derselbe war solcher Gunst würdig erschienen, weil erden Kardinal Fesch,-Oheim des Kaisers Napoleon, zu seinemKoadjutor ernannt hatte (23. Mai). Das teutsche Reich, wennes fortbestand, hätte sonach einen französischen Herrn an derSpitze des Reichstages gesehen.
Jedoch, es sollte nicht fortbestehen. Eine Vereinbarungsechzehn teutscher Fürsten, zu Paris unter den Auspizien desgroßen Napoleon's geschlossen (1806, 12. Juli), endete desselbenaltersgraue Majestät. Diese Fürsten > namentlich die Königevon Baiern und Würtemberg, der Kur erzkanzler, der