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Eine gleich unglückliche Bestimmung der RheinbundeSaktewar die der vollen und unbeschränkten Souverainetät der Ver-bündeten über ihre alten und neuen Lander. Denn sie vermein-ten dadurch, aller Schranken quitt und ledig zu seyn, welchefrühere Grundgesetze, Vertrage und Herkommen zum Schirm derVoksrechte wider die Willkür-Herrschaft aufgeführt hatten,und sie achteten das Machtwort des Fremden für einen gül-tigen Titel zum Umsturz selbst der beschworenen Landesverfassun-gen. Also erloschen sin-allen Bundesstaaten die ehevorigen Land-stände, theils durch förmliche Aushebnngsedikte, theils durchstillschweigendes Begraben in Vergessenheit,
Hierzu kam die furchtbar steigende Belastung der Volker durchVereinbarung des neuen, unbedingten Souverainetäts. Sy-stems mit dem alten, der Barbarei entsprungenen, Patrimv«nial-System, d. h. der öffentlichen mit der Privat-Leib-eigenschaft- Es kamen hierzu die fortwährenden AnforderungendeS Protektors, welcher Gut und Blut der Rheinbunds-Völ-ker als sein Eigenthum, und die Fürsten des Bundes bloßalS seine Pächter betrachtete; endlich die heillosen Lehren derHofpublicisten und Hof-Staatöwirthe, welche die edle Kunst, voinVolke, zumal von der Masse desselben, so viel immer möglichzu erpresse», zur Vollendung brachten.
In den Tagen des Rheinbundes durchlebte Teu tschlandeine für immer schmachvolle und Mitleidswerthe Zeit. Gleich-wohl hat sie auch manches Gute erzeugt; namentlich die Schwä-chung der Aristokratie, sodann die Wiedererweckung der sol-datischen Kraft, endlich auch manche Vereinfachung, Bekräf-tigung, überhaupt Vervvllkommung der Staatsorganisation undStaatsverwaltung, welche, wenn von einem lauteren Geiste ge-lenkt, tausendfach-wohlthätig wirken, aber freilich auch zum Bö-sen mißbraucht werden kann.
Preußischer Krieg. Schlacht bei Jena und ihre Folgen.
Durch die Stiftung des Rheinbundes war ein Gebiet vondritthalbtausend Quadratmeilen, mit einer Bevölkerung von achtMillionen Menschen, dem Reiche Napolevn's zugewachsen.