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durchbrach mit seinen schnell gefaMmvlten Schaaren die deS An-griffs noch nicht gewärtigen Preussen. Dieselben, welche durchden Thüringerwald gegcü die'Franzosen vorzubuchen gedachtden, sahen'sich'plötzlich in der linken Flanke und im Rucken ge-packt. Ein Gefecht bei Saatfeld (10. Okt.), worin der PrinzLudwig Ferdinand von Preussen den Heldentod starb, wardas Vorspiel des verhängnißvollen Tages von Jena und Aner-städt (t4. Okt.). Dieser eine Tag stürzte die preußische Machtum- Eine so vollständige, so unheilbare Niederlage sah die neueGeschichte nicht. Die beiden Heere, woraus die preussische Machtbestand, vieler tapfern Thaten Migeachtel, wurden zertrümmertund zerstreut. Ueber 50,000 Mann verlor der König an diesemSchreckenslag. Aber noch unseliger waren die Folgen. Schonzwei Tage noch der Schlacht ergab sich Erfurt mit seinen star-ken Eitadellen und 11,000 Mann. Am folgenden Tag (17. Okt.)ward die Reserve unter dem Prinzen von Würteinberg beiHalle von Bernadotte geschlagen. Die Franzosen setzten überdie Elbe, zogen in Potsdam, in das feste Spanvau undin Berlin ein (24. und 25. Okt»).
Hiermit endete das Unglück nicht. Bei Prenzlow ergabsich der tapfere Hoheiilohe, umrungen, mit 17st)00 Mann (28.Okt.). DeS folgenden Tages thaten dasselbe bei Pasewalk 6000Mann Reiterei (29. Okt.). Noch andere Haufen hatten das näm-liche Schicksal. Endlich erlag demselben auch Blücher, welcherdie Trümmer des Neserveheeres gegen die Nieder-Elbe führte.Drei französische Heerhaufen folgten ihm drängend nach. Dawarf er sich nach Lübeck, welche? aber die Franzosen in schreck-lichen Stürmen eroberten (6. Nov.), worauf der Held mit seinen10,000 Mann sich der Uebermacht ergab.
Dein Beispiele Erfurts und Spandaus folgten bald dasstarke Stettin (23. Okt.), Küstrin (51. Okt.), und, zum Er-staunen der Welt, Magdeburg (8. Nov.), die fast unüberwind-liche, wohlversehene Hauptfest«, mit einer Besatzung von 20,000Mann, eines der wichtigsten Bollwerke der Monarchie. AuchHa mein, dann Nienburg (20. und 25. Nov.) kapitulirten-wodurch auch die Weserlande völlig verloren gingen.
Dom Rhein bis jenseits der Oder war also, binnen sechs >