210
näische Halbinsel gekrackt. Nicht der Menschenverlust, aberdie invralischb Wirkung des Schlages hat solche Entscheidunggegeben.
Jetzt ward auch England ermuthigt zum Beistand. Geld,Waffen, vielnamiger Kriegsbedarf wurde den Spaniern zugeführt;auch mehrere Heerhaufen wurden gelandet in Spanien undPortugal.
" Weit freudiger aber ward das Heer von Romana empfan-gen, welches, in Fünen stehend, plötzlich die dänische Feste Ny-borg überwältigt (9. Aug.), und auf brittischen Schiffen sich inFreiheit gesetzt hatte. Zehntausend Mann Kerntruppen von je-nen, welche Napoleon dem heimathlichen Boden entführt undgegen die Schweden aufgestellt hatte, langteissalso unter ihremedlen Befehlshaber zurück auf den spanischen Küsten an. Achttausend andere, welche in Seeland gestanden, würden jetzt vonden Dänen entwaffnet, und gefangen nach Frankreich gesendet.
In Folge des Unglücks von Baylen hatte K. Joseph diesofort bedrohte Hauptstadt Madrid verlassen (I.Aug.), und sei-nen Rückzug bis Vittoria fortgesetzt. Hierdurch ward auchSaragossa befreit. Seit dem Anfang des Julius war diesegroße Stadt, worein sich Palasox mit 10,000 Mann geworfen,durch eine harte Belagerung bedrängt. Die Entschlossenheit, dieWuth der Vertheidiger erinnerte an Numantia, an die glän-zendsten Thaten der alten Zeit. Nach dem Rückzug K. Josephsward die Belagerung aufgehoben (1S.'Aug.); Europa nahmfreudig Theil am Jubel der Befreiten.
Um dieselbe Zeit ging Portugal für die Franzosen verlo-ren. Die Engländer unter Wellesley, im Verein mit in»surgirten Portugiesen, näherten sich Lissabon, und überwan-den den Marschall Junot (Herzog von Abrantes) bei V i-miera (21. Aug.) völlig. Die Kapitulation von Cintra (30.Aug.), vermag welcher Junot's Heer auf englischen Schiffennach Frankreich geführt ward, ganz Portugal aber den Englän-dern blieb, war die Frucht des Sieges. Eine russische Flottevon neun Linienschiffen, die unter Admiral Siniavin im Tajolag, sah sich gleichfalls zur Uebergabe gezwungen. Von