3 Von noͤtzlichen Kuͤnſten. 1279fuͤhrt den Sammet damit/ ſo wird er wieder ſchoͤn und glaͤntzend/ als wänn
erneu waͤre. 135. Aehl zu vermehren.
Man ſammlet im Majo und Zunehmen des Mondes den Tau mitTuͤchern auffs wenigſte ein halbe Ohm. 1
Hernach faͤngt man 10. oder 12. alte Aehl/ ſchneidet ihnen die Koͤpffeab/ und ziehet auch die Haut ab. Nimmt hernach das Ingeweid aus demBauch/ ſammt dem Fett/ zerhackt alles aufs kleinſte/ und zerſtoͤſſets in einemſteinernen Moͤrſel/ thuts in Waſſer⸗Roͤrig/ und ſetzets alle Tage an dieSonne.—Fernernimmt man auch das Fleiſch/ und zerhackt ſolches auffs kleineſte/ſtoͤſſeſt es auch/ wie das vorige/ und ſetzet esin einem irrdenen Geſchirr etlicheNacht an den Mondſehein/ ſo werden ſich kleine Wuͤrmlein erzeigen.
Darnach thut man alles zuſammen in das obige Thau⸗ Waſſer/ undſctzets in einem gar niedrigen Geſchirr alle Tage an die Sonne/ ſo werdenin etkichen Tagen garviel einer Nadel lang 15 Ahlen.
Dieſe thut man alsdannin einen ſchlierigen Teich/ ſo waehſen ſie in ei-nem Jahr ziemlich groß/ alſo daß man ſie alle Jahr muttipliciren und vermeh-ven/ daß/ ſo die eine groß werden/ die andere wieder wachſen.
36. Wann man ſich mit Pulver oder ſonſten ver-brennet hat.
Man ſchmieret den Schaden nur mit Baum⸗Hel! und ſtreuet gebran-ten Alaun darauff/ bindet ein ſauber Tuch daruͤber/ ſo wird ſich der Brandloͤſchen/ und bald heylen. 1
37. Wer ein Glied verſtauchet hat.Man nimmt Brandenwein/ Venediſche Saiffen und Wachholder/ diezwey letzte durch einander geſtoſſen/ hernach den Brandenwein daruͤber ge-goſſen durch ein Tuch. 1;8. Wie manWuͤllen und Leinen Tuch/ Strick/ Garnund Netz im Wetter fuͤr Faͤulung bewahren ſolle.Man nimmt alt Nuß⸗oder Lein Oel/ 1. Pfund.Silberglett /6.Loth. 4Miſchet ſolches durch einander/ thut es in einen irrdenenverglaͤſten Ha-fen/ ſetzets auff ein Kohlfeuer/ aͤffets ein wenig aufwallen/ růͤhrt es ein par malum/ laͤſſets auf dem Feuer ſo lang ſtehen/ biß man ohngefehr200. lählen 24uts.;