1278 Von nuͤtzlichen Kuͤnſten.
27. Floͤh zu vertreiben.Mannimmt Wermuth und Saltz/ kochts mit einander/ beſprengt da-mit die Kammern. Dergleichenthut auch Rauten im Waſſer geſotten.
28. Fuͤr die Wandlaͤuß.
Man ſchmieret die Bettladen⸗Ritze mit Rinder⸗Gall/ oder Baum-Hel ⸗ darinn Wermuth/ und Rauten geſotten.
29. Eyer lang zu bewahren.
Man legt ſie nur in Saltz. 830. Leder zuzurichten/ damit man den Roſt von dem
Eiſenwerck abreiben kan.
Man ſtoͤſt Venediſch Glaß zu kleinem Pulver/ raͤdets durch ein en-ges Sieblein/ ſpannt hernach ein Stuͤck Leder aufßein Bretlein fein glatt auf/uͤberſtreicht ſolches mit ſtarckem Leim/ und ſtreuet das Glaß⸗Pulver daraußlaͤſſets trocknen. 18 Se2
z1. Holtzwerck fuͤr Wuͤrmen zu bewahren.
Man nimmt Nußlaub ſamt den gruͤnen Schalen/ ſiedet ſolches in Lau-gen uͤberſtreicht damit das Holtz/ ſo zuvor vondem Staub abgewiſcht ſeynſolle /überſtreicht es hernach mit Schweinen⸗Schmaltz/ und reibts mit einemWuͤllen Lappen ab.
z2. Eyſen ſchoͤn blau zu faͤrben/ daß es nichtbald roſtet. G
Man ſchmeltzt Bley/ thut dartin ein wenig Saltz/ und ſprengt Urindarauf/ macht das Eiſen gluͤhend/ ſtoͤſts zum oͤfftern in das zerlaſſen Bley/biß daß es ſchoͤn blau wird. 1
33. Schoͤnſchwartz Holtzzumachen.
Man nimmt Buchsbaum, odervon einem Maulbeer⸗Baum dasHoltz’legt ſolches z. Tag lang in Alaun⸗Waſſer ſetzts an die Sonne/ daß eswarm werde/ darnach korhet mans in Baum⸗Oel/ miſchet darunter Vitriolund Schwefel jedes einer Haſſelnuß groß; jelaͤnger es kocht/ je ſchwaͤrtzeres wird/ doch nicht zu lang/ ſonſten verbrennet es.
34. Allerley gefaͤrbten Sammet/ ſo ſchmutzig und ſtau-
big worden/ wieder ſauber und glaͤntzend zu machen.Man nimmt Brandenwein/ netzt ein Wuͤllen Tuͤchlein darein/ uͤber-faͤhrt