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Ben-Oni oder die Vertheidigungen gegen die Gambitzüge im Schache, nach bestimmten Arten classificirt : Mit einem Anhange, in welchem die im Werke, unter verbessernden Abänderungen, vorkommenden Meisterspiele, unabgeändert aufgestellt sind, sammt hinzugefügten Reflexionen / von A. Reinganum ; Nebst einem Versuch einer Literatur des Schachspiels von Dr. J.D.A. Höck
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150
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Anhang.

Weiß. Schwarz.

2. D. -,Z - s7 Sch ! T. n8 - »7 - D.Z. T. nl - n7-T. Sch! K. «7 - <16.

Reflexionen.

»ine Abänderung meines obigen 8. Zugs desWeißen, gezeigt werden:

8. L. - >-5.

(Anstatt obigen D. -8--7-B.) Ein (*) ent-scheidender Zug. Der schwarze Lauser kannjetzt weder die weiße Dame nehmen, noch denBauer ,2 und Thurm l-i erobern.

L. °ü - KL-L.

?. D. »8 - -7 - B.

Wlif, hat einen Thurm gegen den schwarzen

Weiß. Schwarz,

a. ell - eS'Sch! K. ä6 - äs.5. e 2 - oll Mat! (*)

Reflexionen.

Läufer. Folge des Übeln ä. Zugs 85 - -4- B. desSchwarzen.

C) Das Matt anstatt auf die obige erkün-stelte Art zu fünf Zügen, ist schon im 2. Zugeganz ei! fach vorhanden, wie folgt.

1. S. -ZSch! K. >-8 - °7.

2. D- -8 - °7 Mat'.

Nachtrag

zu den

in der Fortsetzung des ersten Spiels erster Gambitart hervorgebrachten

Zweifeln.

In den Vorbemerkungen zu meinen Gam-bitvcrtheidigungen, so wie in der frühern des-salsiacn Ankündigung, ist bereits gesagt, daßbei dieser Arbeit allein mein Augenmerk auf dieWeistcrspiele des Schachcodex gerichtet gewe-sen, weil dieser Cod. alle klassischen Schachau-roren enthalte und mir zur leichten Uebersichtaller Derselben gedient habe. Daher kames denn, daß ich mich mit der Lectü're spatererschienener Schachbüchcr nicht befaffen mochte,besonders nicht mit jenen, die zum Unterrichtdienen. Soll denn wohl der schon grau ge-wordene Kenner, erst nun in die Knabenschulegehen, oder sich wie ein Kind am Gängelbandin den Kreisen der vom Modencsen entwor-fenen sogenannten falschen Vertheidi-gungen herumführen lassen? Also mußteauch Allzaiers Unterricht zum Schach, von mirunbeachtet bleiben.

Schon sollten aber meine Gambitverthei-d-gungen beinahe die Presse verlassen, alsdas Säachbuch des Herrn Horney erschien,in welchem Allqaier als der erste Meister undkompetente Richter der Deutschen anerkanntwnd. Also trieb mich erst jetzt die Neugierde,

sein Buch einzusehen und ich war überrascht,bei seinen Regeln Seite 17 ly den Ge-genstand meiner beim ersten Spiel hervorge- ,brachten Zweifel, zum Theile berührt zufinden. Herr Allgaicr ward aber nicht wie ^ich durch ein praktisches Spiel auf seineZweifel geleitet, er mußte sich dazu erst einBeispiel entwerfen, das aber, wie ich finde,seinen Angaben nicht entspricht. Hier seinBeispiel:

Schwarz. K. 18, D- ä8, T. »8 undIi8, L- e7 und vd, S.g8, Bauer a7, K6, cs,äb, es und K7.

Weiß. D. eZ, L. 1>5, S. ell und 15

Die übrigen Figuren des Weißen seyen salle ohne Abgang geblieben und unnöthig auf- Izustellen. !

Ein wciß-r Bauer ist nun nach g7 vor- tgedrungen, er gibt Sch! dem König und Thurm. EDer König rückt dann nach 17. Der iBauer schlägt den Thurm I>3 und bleibt, !weil alle seine Hauptfiguren noch vorhanden isind, so lang noch ohne Rangerhöhung, bis ieine der Hauptfiguren seiner Farbe verloren <