III. Abschnitt. Begriff und Arten der Preise. I. Preis.
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sinken, zu massigem, oft unter den Productions- oder Erstehungskostenliegendem Preise verkauft werden, so entstehen Schleuderpreise, die durchausnicht einer unreellen Gebahrung, sondern den gegebenen Verhältnissen ent-springen. Selbst die Verschleuderung von Waaren zu dem Zwecke, umZahlungsanforderungen genügen zu können, kann unter Umständen reelleGebahrung sein.
15. Concurrenzpreise.
A. Das Gravitiren der Preise nach gewissen Kostenbeträgen.
„Setzen wir, um das Wesen der Concurrenzpreise besser zu erfassenzunächst voraus, dass eine Waare, wo nur ein Verlangen nach derselben ent-steht, zu dem an sich nothwendigen Kostenbeträge stets ohne Hindernisseund ohne Zeitverlust herzustellen und herbeizuschaffen wäre, und setzenwir ferner voraus, dass menschlicher Eigennutz unausgesetzt wachsamwäre, alle gegebenen Erwerbsgelegenheiten auszunutzen, so erscheint nichtsklarer, als dass, wo sich der Preis einer Waare einmal über die nothwendigenKosten erhebt, viele zugreifen werden, um durch eigene Production undspätere Veräusserung des Gewonnenen aus solcher Differenz Gewinn zuziehen und hiermit so lange fortfahren werden, als noch eine Differenz jenerArt vorhanden ist, das heisst, bis vermehrte Production und hiermit ver-grössertes Angebot den Preis in der geschilderten Weise herabgedrücktund so jene Differenz verflüchtigt haben wird.
Nicht minder klar ist aber auch, dass, falls der Preis jeweilig unter dennothwendigen Kosten steht, er beim Zutreffen jener Voraussetzungenund falls die bezügliche Production ebensowenig ohne Schaden einzustellenals zu beginnen wäre, nicht auf die Dauer in dieser Stellung verbleiben würde.Denn, da Niemand gern mit Schaden arbeitet, so müssten in solchen Fällendurch Eigennutz dictirte Einstellungen, resp. Beschränkungen der Productiondas Angebot derart mindern, dass der Preis stiege, bis er wenigstens jeneKosten deckt. In der Kegel müssten also die hier in Rede stehenden Con-currenz-, d. h. die beiderseitiger Concurrenz unterliegenden Preise Beidesscheuen: Den Stand unter wie den Stand über den nothwendigen Kosten.Sie müssten sich diesem Betrage wie ein schwingender Pendel der Senk-rechten fort und fort zu nähern tendiren, mit einem Worte, nach jenen Kosten„gravitiren“. (Neumann.)
Nun sind aber die nothwendigen Kostenbeträge für ein und dasselbeGut aber für verschiedene Productionen nicht die gleichen. Erscheinen dieseverschiedenen Producte mit ihren abermals verschiedenen nothwendigen Kostenauf dem gleichen Markt, so entsteht die Frage, nach welchem dieser ver-schiedenen Kosten gravitirt der Preis.
Die Antwort ist nicht so schwierig.