nur durch die Sonnenstrahlen Veranlaßt worden seyn; nunist es aber wohl bekannt, daß die gewöhnlichsten und allge-meinsten Wirkungen auf die Pigmente eine Souerstoffabson-derung ist; — die andere Wirkung, nemlich eine Sauerstoss-Einsaugung von Seite des Pigments, war in diesen Versu-chen, wo kein Sauerstoff vorhanden war, nicht möglich.Da ich indessen über die Art, wie die Sonnenstrahlen beiden oben erwähnten Veränderungen wirken, so viel Evi-denz wie möglich zu erhalten wünschte, so nahm ich ein wiebei dem vorigen Versuche impragnirtes Musselin-Skükchen,befeuchtete es mit Wasser, welches ehvor gekocht hatte, undjum Theil wieder verkühlt worden war, breitete hernach denMusselin auf weißes Papier, und ließ die durch ein drei.fettiges Prisma getrennten Sonnenstrahlen darauf fallen;ich brachte das Sonnenspectrum so vollkommen als möglichauf das Pigment vom Luccinum, und überzeugte mich bald,daß in den desoxydirenden Strahlen auf der Seitedes violetten die gewöhnlichenFarbcnveranderungen schnel-ler und bestimmter vor sich giengen, als auf der Seite desrothen Strahls; auf jener wurde der Musselin purpur,auf dieser hingegen blaßblau. Außerdem giebt es noch ei-nen andern Beweis von der Sauerstoff. Ausscheidung wah-rend der Erzeugung des Purpurs, welcher mit dem starkenunangenehmen, Knoblauchahnlichen Gerüche im Zusammen-hange sieht; dieser Geruch, welcher schon von Cole undReaumur sehr bestimmt wahrgenommen wurde, affcirtemeine Nase immer, sobald das Pigment vom Buccinumsich in Grün zu verwandeln anfieng, und dauerte unauf.hvrlich fort, bis einige Zeit, nachdem die Purpurfarbe voll-kommen hervorgetreten war. Dieser Geruch ist nach meinerUeberzeugung ein unzweideutiges Zeichen von der Gegen-wart des Phosphors, der in allen thierischen Substanz ■«enthalten ist, und der bei Einwirkung der Sonnenstrahlen
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